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Dormagen
Gemeinde sucht Platz für "Stein der Barmherzigkeit"

Dormagen. Das Interesse an der Fertigung des "Steins der Barmherzigkeit" während des Dormagener Michaelismarktes war Ende September sehr groß. Mehr als 500 Dormagener hatten sich tatkräftig am Bau der 1,60 Meter hohen Kreuz-Stele beteiligt. "Das hat uns sehr gefreut", erklärte Diakon Ronald Brings von der Pfarre St. Michael Dormagen-Süd.

Jetzt sucht die Gemeinde nach einem geeigneten Platz für dieses Denkmal. "Da suchen wir intensiv nach einem Ort", erklärte Diakon Brings. Die Idee sei, die Stele an einen Ort zu stellen, der von vielen Menschen gesehen wird und der zum kurzen Verweilen einlädt. Die ursprünglich vom Kirchenvorstand ins Auge gefasste Standort in Zons vor der Südseite der Burg Friedestrom wurde nach Intervention verschiedener Zonser Vereine vor allem aus Natur- und Landschaftsschutzgründen verworfen.

Brings berichtet, dass in der vergangenen Woche die Schalung abgenommen wurde. "Da konnten wir die Stele zum ersten Mal unverhüllt sehen." Die massive Kreuz-Stele aus Beton benennt die Kernaussagen zu den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstigen tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten. Damit soll das Denk-Mal zum Nachdenken anregen.

Mit der außergewöhnlichen Gemeinschaftsaktion hat die Pfarre St. Michael das von Papst Franziskus ausgerufene "Jahr der Barmherzigkeit" gewürdigt. Die Pfarre will mit der Stele "ein Zeichen setzen", sagte Pfarrer Peter Stelten. Die Barmherzigkeit soll während des Heiligen Jahres wieder neu in das Bewusstsein der Gläubigen gerückt werden.

(cw-)
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