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Dormagen
Gemeindeprüfungsanstalt nimmt Stadt unter die Lupe

Dormagen. Indirekt ist es ein dickes Lob, das die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) NRW der Stadt zollt: Weil sie im landesweiten Vergleich zu den Kommunen gehört, bei denen die Erstellung der Jahresabschlüsse weit fortgeschritten ist, werden die Prüfer Dormagen als eine der ersten Städte im Land unter die Lupe nehmen. Ein Umstand, den Bürgermeister Erik Lierenfeld in der Ratssitzung mit einem breiten Lächeln quittierte. Er war darüber zusammen mit Kämmererin Tanja Gaspers in einem Vorgespräch mit der Prüfanstalt informiert worden.

Die GPA prüft in regelmäßigen Abständen die Haushalts- und Wirtschaftsführung in großen kreisangehörigen Städten. Zuletzt waren die Prüfer 2010 in Dormagen. Start ist am 1. März, wobei bereits im Februar in der Verwaltung umfangreich Daten erhoben und dem GPA bis Ende des Monats zur Verfügung gestellt werden sollen. Drei Prüfer werden die Verwaltung bis Juni 2016 sporadisch aufsuchen und unmittelbar Kontakt zu den verschiedenen Fachbereichen aufnehmen. Im Wesentlichen werden Daten des Jahres 2014 zugrunde gelegt, darüber hinaus jedoch auch Werte aus dem Jahr 2015 und Entwicklungen 2016 berücksichtigt. Lierenfeld: "Die GPA betont, dass die aktuellen Auswirkungen der Flüchtlingssituationen in der Gesamtbetrachtung ebenfalls einbezogen werden sollen." Als Prüfungsschwerpunkte werden einer näheren Betrachtung unterzogen: Finanzen, Personal, Sicherheit und Ordnung, Tagesbetreuung von Kindern, Schulen, Grünflächen, Gesamtabschluss. Ziel ist es, die Finanzsituation zu analysieren, Risiken aufzuzeigen, Handlungsempfehlungen zu geben und die Stadt in die Lage zu versetzen, sich kommunal zu vergleichen. Erste Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen, die dann in die Beratung des Haushalts 2017 einfließen könnten.

(schum)
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