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Dormagen
Gericht erklärt Bebauungsplan bei Saal Robens für unwirksam

Dormagen. Im Streit um die geplante und von der Stadt Dormagen befürwortete Bebauung eines Areals hinter der Gaststätte Robens in Nievenheim können Gastwirt Heinrich Robens und dessen Anwalt Karl Heinz Bortloff einen Teilerfolg verzeichnen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat den Bebauungsplan jetzt für unwirksam erklärt. Von Stefan Schneider

Wie es nun weitergeht, wird wieder vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf verhandelt. Das hatte Robens' Klage gegen die von der Stadt erteilte Baugenehmigung für Petra Helf ausgesetzt, um dem Oberverwaltungsgericht eine Einschätzung der Situation zu ermöglichen. Helf, die Eigentümerin des Geländes hinter der Gaststätte Robens, will dort sechs Atriumhäuser errichten lassen. Ob sich die Genehmigung aufrecht erhalten lässt, bleibt nach dem OVG-Spruch vorerst offen.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht das Thema Lärm. Robens befürchtet Einschränkungen für seinen Saal-Betrieb, wenn angrenzend Wohnhäuser entstehen. Sowohl Helf, als auch Robens hatten dazu Gutachten in Auftrag gegeben. Das Oberverwaltungsgericht habe das bisherige Verfahren in fast fünfstündiger Verhandlung auf alle Feinheiten hin untersucht, berichtete Bettina Giedinghagen, die Juristin der Stadt Dormagen. Dabei sei die Justizbehörde zu dem Schluss gekommen, "dass die Lärmauswirkungen des Festsaals nicht in notwendiger Tiefe recherchiert" worden seien. Da half es der Stadt auch nicht, dass sie sich laut Giedinghagen in dem Verfahren mit dem Kreis abgestimmt hatte. Heinrich Robens habe die OVG-Entscheidung erfreut zur Kenntnis genommen, sagte Anwalt Bortloff auf NGZ-Anfrage.

Quelle: NGZ
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