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Dormagen
Gesamtschule erhält neue Klassenräume erst viel später

Dormagen. Geduld ist eine Tugend, die die Schulgemeinde der Bertha-von-Suttner auszeichnen muss. Es bleibt ihr auch nichts anderes übrig. Denn es wird noch etwas dauern, ehe die dringend benötigten vier zusätzlichen Klassenräume tatsächlich errichtet sind. In der Sitzung des Eigenbetriebs-Ausschusses wurden nämlich deutlich, dass das Vorhaben erst im Juni kommenden Jahres abgeschlossen sein wird - etliche Monate später als ursprünglich vorgesehen. Das kritisierten in der Sitzung Zentrum und FDP. Von Verwaltungsseite räumte der Leiter des Eigenbetriebs, Uwe Scheler, ein, dass die Kritiker "grundsätzlich Recht haben".

Zur Erinnerung: Im April löste das thema Erweiterung der Gesamtschule das Aus des damaligen bürgerlichen Bündnisses aus. In geheimer Abstimmung konnte es ihre Vorstellung nicht durchsetzen, weil es sieben Abweichler gab. In der Folge platzte nicht nur das Bündnis, sondern trat auch CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek zurück. CDU, Zentrum und FDP wollten der Gesamtschule zunächst nur eine Containerlösung mit zwei bis drei Klassen zusprechen, um ein Jahr später einen festen Umbau umzusetzen. Die Verwaltung hatte ihrerseits vorgeschlagen, vier Klassenräume in Modularbauweise (Kosten: 700.000 Euro) zu errichten. Im April sagte die Verwaltung, dass diese Klassenräume innerhalb von sechs bis sieben Monaten aufgebaut sein können. Hans-Joachim Woitzik sprach ironisch von einem "Glanzstück der Verwaltung: Zuerst werden andere Optionen ausgeschlossen und auf den Zeitdruck hingewiesen, dann verzögert sich die Umsetzung um ein halbes Jahr".

Uwe Scheler sprach im Ausschuss von einer "verspäteten Vergabe der Planungsleistungen" und "unterschiedlicher Meinung zwischen Eigenbetrieb und Rechnungsprüfungsamt über das Verfahren". Dies habe zu der Verzögerung geführt. "Jetzt gibt es einen abgeschlossenen Planungsstand." Er sagte, die Dringlichkeit sei nach wie vor gegeben. Inzwischen habe es eine kleine Kompensation gegeben, indem ein Raum zu einem Klassenraum hergerichtet worden sei. Die Modulelemente werden zu 80 Prozent vorgefertigt angeliefert, so dass die Belastung für die Schule gering sein wird. Drei, vier Monate darauf sei alles fertig. "Wir werden ein gutes Ergebnis bekommen", versprach Scheler.

(schum)
 
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