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Dormagen
Gesamtschule Nievenheim muss 38 Fünftklässler abweisen

Dormagen. Große Freude im Schulzentrum Hackenbroich: An beiden weiterführenden Schulen, Realschule und Leibniz-Gymnasium, liegen die Anmeldungen der künftigen Fünftklässler mindestens im Bereich der Erwartungen.

102 Kinder (von insgesamt 567, die in die Jahrgangsstufe fünf wechseln) wollen zur Realschule (im Vorjahr meldeten sich 98 an), am Gymnasium sind es 108 (126). "Ich bin sehr angetan vom Ergebnis", sagte Alois Moritz, Leiter der Realschule. Wahrscheinlich wird die Schule in der Eingangsklasse wieder vierzügig werden, glaubt Erster Beigeordneter Robert Krumbein.

Als der Gewinner dürfte sich Theodor Lindner fühlen. Das über Jahre etwas schwächelnde Bettina-von-Arnim-Gymnasium hat hinter der Gesamtschule das zweithöchste Anmeldeergebnis - noch vor dem Leibniz-Gymnasium, was es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Lindner freut sich über 116 Fünftklässler (Vorjahr: 81 Anmeldungen, 2016: 87). "Wir sind endlich in den Diskurs über unsere Schule gekommen", sagt Lindner, "die pädagogische Arbeit wird gewertschätzt. Das ist ein Erfolg des Kollegiums".

Stabil vierzügig geht das Leibniz ins nächste Schuljahr. "Das Ergebnis ist die Bestätigung der sehr guten pädagogischen Arbeit über Jahre hinweg", sagt Direktor Herbert Kremer. Aus Sicht des Beigeordneten Krumbein ist kein "Erdbeben" passiert. Darin bezieht er ausdrücklich die Sekundarschule mit ein. Dort wurden nur 31 Kinder angemeldet - im vergangenen Jahr waren es 51, davor 29. Dass die Zahl dort steigen wird, ist für ihn klar, denn: "Es fehlen nach der ersten Runde noch 49 Anmeldungen von Dormagener Schüler." Am kommenden Dienstag und Mittwoch wird es laut Schulleiterin Bettina Mazurek weitere Anmeldegespräche geben.

Hinzu kommt, dass die Anmeldezahlen an einigen Schulen höher sind, als die Kapazität der Schule es hergibt. Das klassische Beispiel hierfür ist seit Jahren die Gesamtschule in Nievenheim. Dort wollen 212 Kinder künftig unterrichtet werden, aufgenommen werden laut Axel Frieling, Didaktischer Leiter der Bertha-von-Suttner-Schule, aber nur 174. "Dann hat jede Klasse eine Stärke von 29 Kindern." 38 Kinder werden demnach eine andere als ihre Wunschschule besuchen müssen, zum Beispiel die Sekundarschule. Am privaten Norbert-Gymnasium in Knechtsteden wurden 56 Kinder aus Dormagen aufgenommen. Wie die Zahlen endgültig aussehen, wird sich bei dem jährlichen Abstimmungsgespräch zwischen Schulverwaltung und den weiterführenden Schulen am 19. Februar herausstellen.

(schum)
 
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