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Dormagen
Geschichts-Experte Kienle erläutert Zonser Windmühle

Dormagen. Schwindelfrei sollten die Besucher der historischen Zonser Windmühle schon sein, wenn sie am Pfingstmontag die vielen Stufen auf den freistehenden Leitern und Treppen nach oben klettern. Doch die Mühe lohnt sich für alle ohne Höhenangst: Der Ausblick auf Zons ist großartig. Am Montag, 5. Juni, können die Gäste von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt die Mühle besichtigen. Bei Führungen um 14 und um 16 Uhr erklärt der Zonser Hermann Kienle als Kenner der Mühle die wechselvolle Geschichte des über 600 Jahre alten Wehr- und Mühlenturms.

Seit vielen Jahren beteiligt sich der Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons (HVV) am jährlichen bundesweiten Deutschen Mühlentag. In der Mühle wird am Pfingstmontag wieder ein "echter" Müller die früher sehr mühsame und schwere Arbeit des Müllerberufs anschaulich erläutern. Auf allen sieben Etagen der Zonser Windmühle informieren Schautafeln, Vitrinen und ein Film über die historische Mühlentechnik, alte Handwerkszeuge und die speziellen technischen Details der Zonser Mühle. Auch das kleine Mühlenmuseum im ehemaligen Sacklager der Mühle ist am Mühlentag für alle Besucher geöffnet.

Bei der Zonser Mühle handelt es sich um eine "Holländermühle" mit drehbarer Haube und umlaufender Holzgalerie im südwestlichen Eckturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Mühle wurde um 1390 erbaut und war bis 1907 in Betrieb. Die gesamte hölzerne Mühlentechnik ist im Innern der Mühle noch vollständig erhalten. Einzige Konzession an die Neuzeit: Heute lassen sich die Flügel über einen Elektromotor gegen Einwurf von 50 Cent für einige Minuten drehen.

(cw-)
 
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