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Dormagen
Gesundheitszentrum am Augustinushaus

Dormagen: Gesundheitszentrum am Augustinushaus
Auf der Brachfläche rechts neben dem St.-Augustinushaus soll bis Ende 2017 ein Gesundheitszentrum mit Betreutem Wohnen, einer Gemeinschaftspraxis und einer Apotheke mit "Drive In"-Schalter errichtet werden. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Die St.-Augustinus-Kliniken Neuss investieren neun Millionen Euro in ein Gesundheitszentrum mit Betreutem Wohnen neben ihrem Altenpflegeheim. Dort sollen auch Ärzte, eine Reha und eine Psychiatrische Ambulanz unterkommen. Von Carina Wernig

An der Krefelder Straße entsteht bis Ende 2017 ein neues Gesundheitszentrum rechts neben dem St.-Augustinushaus. Dort investiert der Träger des Seniorenpflegeheims, die St.-Augustinus-Kliniken Neuss, neun Millionen Euro in die Einrichtung, zu der neben Betreutem Wohnen auch eine Gemeinschaftspraxis niedergelassener Ärzte, eine Psychiatrische Ambulanz, eine Psychiatrische Tagesklinik, eine Reha-Einrichtung, eine Apotheke mit "Drive In"-Schalter, Fortbildungsräume und ein Integrationsbetrieb Bäckerei mit Café gehören sollen. 40 neue Arbeitsplätze - von insgesamt 75 - sollen geschaffen werden. Oberirdisch und in einer Tiefgarage sollen 80 neue Parkplätze entstehen.

"Damit soll das bestehende Angebot zusammengeführt und ergänzt werden", erläuterte Thilo Spychalski, einer der drei Hauptgeschäftsführer der St.-Augustinus-Kliniken, im Planungs- und Umweltausschuss das Projekt "Gedomi - Gesundheitszentrum Dormagen Mitte". Das Betreute Wohnen könne mit Bezug zur Altenpflegeeinrichtung optimal aufgebaut werden. "Betreutes Wohnen wird immer wichtiger", sieht er großen Bedarf.

Auf der 3790 Quadratmeter großen Wiese, die Spychalski scherzhaft als "Karnickelzucht für die ganze Stadt" bezeichnete, wird ein Komplex errichtet, der das Gesundheitsangebot in der Stadtmitte stärken soll. Dem Vorstand des Trägers sei die Diskussion um das nicht realisierte Ärztehaus im Top-West-Gewerbegebiet bekannt, so Spychalski: "Wir machen ganz bewusst kein Ärztehaus auf, in dem sich Ärzte konzentrieren", betonte er. "Wir wollen lediglich einige Ärzte, die gerade wichtig für ältere Patienten sind, wie einen Urologen und einen Gynäkologen, gewinnen", weist er auf die geplante Gemeinschaftspraxis hin. In der Reha-Einrichtung könne eine Nachsorge nach einer Operation genauso wie eine Rückenschulung angeboten werden.

Die bisherige Psychiatrische Ambulanz in Hackenbroich platze aus allen Nähten und könne am neuen Standort besser aufgestellt werden, ergänzte der Geschäftsführer: "Dieser Umzug wird das Kreiskrankenhaus nicht schädigen."

In einer Bauzeit von rund zwölf Monaten ab Baugenehmigung soll das Zentrum auf der Entwicklungsfläche im Eigentum der St.-Augustinus-Kliniken errichtet werden. Bei einem erwarteten Baubeginn im Oktober könnte das "Gedomi" bis Ende 2017 fertiggestellt sein. Dabei passen sich die drei Gebäudeteile an die umliegende Bebauung an - eine Voraussetzung für die Baugenehmigung. Wie Bürgermeister Erik Lierenfeld im Ausschuss erläuterte, "ist in diesem Gebiet nach Paragraf 34 kein Bebauungsplan nötig".

Auch Thomas Schindler, Leiter des St.-Augustinushauses, freut sich über das Projekt: "Für unser Haus bedeutet das eine optimale Versorgung, von der auch andere Patienten und Nutzer profitieren", sagte er gestern. Er sieht Synergieeffekte durch das Betreute Wohnen, Belebung offener Angebote durch Patienten und auch die Nutzung des neuen Seminarraums für Fortbildungen seiner Mitarbeiter.

Quelle: NGZ
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