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Dormagen
Gewerbeverein wünscht sich ein "Nievering-Haus"

Dormagen: Gewerbeverein wünscht sich ein "Nievering-Haus"
Im fünften Jahr ist Stefan Maxeiner Vorsitzender des Gewerbevereins Nievering. Er versteht den Verein als Zusammenspiel aller Akteure im Ort. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Im Gewerbeverein Nievering sind 120 Dienstleister und Vereine von fünf Ortsteilen vertreten. Es geht um Kommunikation und um Service. Von Klaus D. Schumilas

Es war ein bemerkenswertes Zusammenspiel im vergangenen Herbst, das so vor einigen Jahr nicht möglich gewesen wäre: Vertreter der City-Offensive Dormagen, des Gewerbevereins Nievenheim und der Interessengemeinschaft Top West saßen an einem Tisch, um eine gemeinsame Strategie für die IHK-Aktion Heimat shoppen zu entwickeln. Dort gab es eine gemeinsame Marschrichtung, im Sinne der ganzen Einkaufsstadt und gegen den Internethandel. "Ansonsten sind wir autark, jeder verfolgt seine Interessen vor Ort", betont Stefan Maxeiner.

Damit ist man in Nievenheim erfolgreich. Noch eine Vision ist die Idee von einem "Nievering-Haus", die der Vorsitzende des Gewerbevereins "Nievering" verfolgt: "In einem solchen großen Haus könnten ganz viele Dienstleistungen angeboten werden. Vom Arzt über Rechtsanwalt bis hin zu verschiedenen Dienstleistungen und Handwerksrichtungen. Das wäre ein toller Service und Anlaufpunkt." Maxeiner hat rund 120 Mitglieder, davon 102 aus dem Dienstleistungssektor und Handel, auf seiner Liste. Das sind deutlich mehr als die Werbegemeinschaft in der Innenstadt vorweisen kann. Der an der Stadtgrenze zu Neuss gelegene Ort hat sich als ernstzunehmender Einkaufs- und Dienstleistungsplatz etabliert. Sicher auch ein Erfolg des rührigen Vorsitzenden. "Mein Beruf gibt mir die Freiheit, auch tagsüber flexibel viele Gespräche zu führen", sagt der 50 Jahre alte selbständige Vermögensberater. "Ich bin ein Netzwerker." Der frühere Filialleiter von C&A in Neuss ist in 22 Jahren elf Mal umgezogen. "Hier in Nievenheim habe ich den perfekten Ort gefunden, hier fühle mich wohl." Vom "Gewerbeverein ohne Schranken", als es in Delrath noch keine Unterführung gab, entwickelte sich die Unternehmer-Vereinigung zum "Nievering", der heute neben Nievenheim noch Delrath, Ückerath, Gohr und Straberg einschließt. "Nievering" ist ein niederschwelliges Angebot, der Jahresbetrag beträgt gerade einmal 50 Euro, Vereine sind kostenlos dabei. Maxeiner will alle erreichen, alle mit im Boot haben, damit die Menschen miteinander sprechen, sich kennenlernen und auch voneinander profitieren können, sagt er. Nach außen hin wirkt der Gewerbeverein ein Mal im Jahr mit der Veranstaltung "Nievering Open" am stärksten. Dem Fest, das im vergangenen Jahr erstmals auf dem Salvator-Platz seinen Schwerpunkt hatte. Dort präsentieren sich im Juni Dienstleister, Händler und Handwerker, auf der St. André-Straße, auf der "Mall" und vielleicht in diesem Jahr auch auf dem Sparkassen-Parkplatz.

Maxeiner will mit "Nievering" den perfekten Service bieten: "Auf unserer Homepage soll es alle Informationen geben: Welche Dienstleistungen gibt es hier? Welche Vereine bieten was? Wer sind die Ansprechpartner?" Am liebsten würde er den aktuellen Nievering-Flyer gleich dem Begrüßungspaket für Neubürger in Dormagen beilegen, doch das hat bislang noch nicht geklappt. Noch hat er etwas Zeit, ehe die Ersten Neuen im Baugebiet Nievenheim IV einziehen.

Quelle: NGZ
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