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Dormagen
"Gnadenhof" für Tiere im Raphaelshaus

Dormagen: "Gnadenhof" für Tiere im Raphaelshaus
Pferde, Kamele, Lamas und Hunde werden im Raphaelshaus bei der Therapie eingesetzt. Wenn die Tiere älter sind, sollen sie ihr "Gnadenbrot" erhalten. FOTO: bero
Dormagen. Ein "Offenstall" ist entlang des Raphaelswegs in der Nähe der Stallungen und des Teiches geplant. Von Carina Wernig

Seit über 20 Jahren arbeitet das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus mit Tieren als pädagogisches Medium in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zu den Pferden gesellten sich weitere Tierarten hinzu, die mit den unterschiedlichen Anforderungsprofilen und Charakteren besondere pädagogische Effekte bei den Zielgruppen bewirken: So kamen 14 Pferde, zwei Ponys, sechs Lamas, ein Esel, ein Muli und zwei Kamele zum Raphaelshaus an die Krefelder Straße. Dazu natürlich Gänse, Pfauen und Hunde.

Als sein letztes Jahresprojekt vor seinem Ruhestand hatte der damalige Direktor Hans Scholten für 2017 einen "Gnadenhof" für die älter werdenden Tiere initiiert: Die Tiere sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Lebensabend in gewohnter Umgebung, aber ohne Arbeit zu verbringen. Das Projekt konnte bisher noch nicht komplett umgesetzt werden, da einige Hindernisse bei der Bauplanung zu überwinden waren, wie der neue Leiter der Einrichtung, Marco Gillrath, in der "Raphael-Info" erläuterte: Das vom Team ausgewählte Grundstück durfte nicht bebaut werden, weil es sich um eine Ausgleichsfläche und Grünland handelt. "Wir verwirklichen das Projekt nun in Form eines Offenstalls entlang des Raphaelsweges in der Nähe der Stallungen und des Teiches", so heißt es im Raphaelshaus-Organ.

Erste Arbeiten auf dem neu ausgewählten Gelände erfolgten während des Social Days der Neusser Firma Werhahn: Die Pfauenvoliere wurde abgebaut und die Zaunelemente an eine andere Stelle versetzt. Neben dem Offenstall ist weiterhin eine kind- und tiergerechte Begegnungsstätte geplant, wofür ein Teil der alten Stallungen hergerichtet wird. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir spätestens in der nächsten Woche mit den konkreten Arbeiten im Gelände beginnen können", sagte Gillrath, der das Versprechen erneuerte, die zur Verfügung gestellten Spendengelder sinnvoll und bestmöglich zu verwenden. Daher schaute sich das Team erst einige Offenställe an und sprach mit Nutzern, bevor mit Stallteam und Architekt ein geeigneter Offenstall für die Bedürfnisse konzipiert wurde.

Quelle: NGZ
 
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