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Dormagen
Gohrer haben gute Chancen für ein neues Pfarrheim

Dormagen. Der gut ein Jahrzehnt währende Kampf der katholischen Gemeinde St. Odilia um ein eigenes Pfarrheim könnte womöglich schon bald von Erfolg gekrönt sein. "Wir haben die Aussicht, dass wir ein Pfarrheim bauen dürfen", informierte jetzt Pfarrer Klaus Koltermann die Gläubigen bei einer Pfarrversammlung in der Kirche selbst.

Freitag vergangener Woche war er mit einer Abordnung des Seelsorgebereichs Dormagen-Nord noch einmal im Generalvikariat des Erzbistums Köln, wo diese Perspektive eröffnet wurde. Erst am 22. Januar hatten Koltermann und seine Mitstreiter das Generalvikariat "geschockt" verlassen, wie der Geistliche einräumt. Da nämlich sah es nach einem kategorischen Nein zum eigenen Pfarrheim aus. Dass sich dieses binnen weniger Wochen in ein - nicht ganz bedingungsloses - Ja verwandelt hat, lag daran, "dass wir viele wichtige Personen im Erzbistum angeschrieben haben", wie Hermann-Josef Simonis vom Kirchenvorstand sagt. Besondere Meriten habe sich dabei Hermann-Josef Glasmacher erworben, so Simonis, dem zufolge auch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki unter den Adressaten war.

Bedingung für den Bau eines Pfarrheims ist zum einen, dass die zu erwartenden Baukosten unter eine Million Euro gedrückt werden können. Hinzu kommt, dass die Fläche der im gesamten Seelsorgebereich genutzten Räume reduziert werden muss. Dies lässt sich realisieren, wobei auch die Zustimmung der anderen fünf Gemeinden des Seelsorgebereichs in Aussicht steht, wie Simonis sagte. Was den Bau in greifbare Nähe rückt: Er darf Simonis zufolge bereits in Angriff genommen werden, wenn ordnungsgemäße Beschlüsse der Gemeinden vorliegen. Die tatsächliche Flächenreduzierung kann später erfolgen. Für den Bau des neuen Pfarrheims stünde ein Zuschuss des Erzbistums in Höhe von 70 Prozent der Baukosten in Aussicht.

Eine Restskepsis bleibt angesichts der langjährigen Bemühungen: "Ich glaube es auch erst dann, wenn ich die Baugenehmigung in Händen habe", sagte Pfarrer Koltermann. Dennoch reichte die Zuversicht für die Gläubigen schon jetzt aus, zumindest die erste Strophe von "Großer Gott, wir loben Dich" anzustimmen. Ist das Pfarrheim erst einmal gebaut, dürften es sicherlich sämtliche Strophen werden, wobei dann auch noch ein Chor dazu geholt werden sollte, wie Heinz Kemper vom Ortsausschuss der Pfarrei St. Odilia meint.

(S.M.)
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