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Dormagen
Gohrer sagen Engagement für "DORV"-Laden zu

Dormagen: Gohrer sagen Engagement für "DORV"-Laden zu
Projektleiter Christian Klems stellte in Gohr vor mehr als 100 Besuchern das geplante "DORV"-Zentrum vor. FOTO: cw-
Dormagen. Auf große Resonanz stieß die Bürgerversammlung zur Idee eines kombinierten Lebensmittel-Dienstleistungs-Angebots. Von Carina Wernig

Mehr als 100 Gohrer und Broicher waren am Donnerstag zur Bürgerversammlung der Stadt ins Gohrer Landgasthaus gefolgt, wo sie über das "DORV"-Zentrum informiert wurden. Die Abkürzung steht für "Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung". Fast alle meldeten sich bei der Abfrage durch Bürgermeister Erik Lierenfeld, ob dieser Plan, der nicht als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten verstanden wird, weitergeführt werden soll. Die Verwaltung erhielt zudem viele ausgefüllte Rückmeldebögen von aktiven Unterstützern. So zog Lierenfeld ein positives Fazit:"Ich freue mich sehr, dass die Gohrer die Idee so annehmen wollen. Das werden wir unterstützen."

Noch sind viele Fragen offen, so auch, welche Angebote genau für ein solches Zentrum gewünscht werden. Auch Standort (150 bis 200 Quadratmeter), Organisation, Mitstreiter, Finanzierung und andere Fragen müssen geklärt werden. Wie Christian Klems, erfahrener "DORV"-Projektleiter aus Jülich-Barmen, anschaulich erläuterte, komme es vor allem auf die Mithilfe der Bewohner an, wenn sie Lebensmitteln und andere Angeboten für Gohr sichern wollen: "Ein reiner Lebenmittelladen ist nicht wirtschaftlich zu betreiben", lautete das Ergebnis seiner ersten Bedarfsanalyse. "Wenn aber anderer Service vom Paketdienst über Essen auf Rädern bis zu Sprechstunden des Straßenverkehrsamtes oder Apotheken-Service hinzukommen, rechnet sich das Modell", sagte Klems. Er meint, dass die Kaufkraft in Gohr mit 2614 Euro pro Person im Jahr für einen Erfolg ausreiche: "Sie haben sehr gute Chancen in Gohr, wo sie auf hohes Bürger-Engagement bauen können" Rund 250 Kunden am Tag würden gebraucht. Der neue Laden soll Kommunikations-Zentrum sein, die Menschen verbinden und ihnen "alles für das tägliche Leben" in ihrer fußläufig zu erreichenden Umgebung bieten. Das stieß auf großen Zuspruch der Besucher, nicht nur der älteren. "Wir wollen unsere Lebensqualität und Versorgung sichern. Es ist nie zu spät, ein solches Angebot aufzubauen", lautete ein Statement eines Zuhörers.

Wenn der Stadtrat am 7. Dezember seine Zustimmung gibt, soll die Bedarfsanalyse folgen - mit Workshops zum Angebot, Haushaltsbefragungen und weiteren Gesprächen. Wie Willi Feiser vorschlug, sollten alle selbstständigen Unternehmer des Umkreises gemeinsam überlegen, "wie wir uns am Aufbau des Zentrums beteiligen". Die "DORV"-Präsentation ist ab Anfang der Woche auf der Homepage www.stadt-dormagen.de zu finden.

Quelle: NGZ
 
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