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Dormagen
Graffiti-Projekt verschönert Wand

Dormagen. Wohnungsbaugesellschaft möchte Gestaltung "schön bunt aber anders". Von Anneli Goebels

Es sah aus wie eine Nacht- und Nebelaktion und hatte den Anschein, als passiere etwas Unrechtes. Alles Quatsch! Denn letztendlich geht es um Verschönerung: farbenfrohe Motive anstelle von hässlicher dunkler Wand. 60 Meter ist die lang und wird seit dem vergangenen Wochenende von fünf Dormagener und einem Aachener Sprayer fantasievoll gestaltet. Doch bevor die Arbeiten losgehen konnten, waren die Akteure nach Einbruch der Dunkelheit mit Laptops und Beamern gekommen, um einige der Entwürfe an die Wand zu projizieren und so die Konturen abmalen zu können. Mittlerweile hat das Gesamtkunstwerk schon Form und Farbe angenommen.

Der Schriftzug "Dormagen" ist bereits fertig, das Logo der Dormagener Wohnungsbaugesellschaft (dowobau) jedoch fehlt noch. Aber nicht mehr lange, denn schließlich ist sie die Eigentümerin der Garagen, deren Rückenwände an der Ahornstraße nun verschönert werden. "Der Stadtteil Dormagen-Horrem ist bunt und auch unsere Mieter sind international", hatte dowobau-Geschäftsführer Martin Klemmer im April gesagt, als sich die Gesellschaft für das Motto "Schön bunt, aber anders" entschied und damit den Rahmen für die Gestaltung der 60 Meter langen und 2,40 Meter breiten Fläche recht frei absteckte.

Die Baugesellschaft verspricht sich von der Aktion nicht nur einen neuen bunten "Farbfleck" in Horrem, sondern auch, dass Schmierereien künftig der Vergangenheit angehören werden. "Ungefähr zwei Wochen wird es noch dauern, bis alles fertig sein wird", meint Klaus Güdelhöfer vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt, der auch das Graffiti-Projekt betreut. Ihre Materialien können die Sprayer übrigens in einer leer stehenden Wohnung der dowobau abstellen. "Das ist ziemlich praktisch", sagt Güdelhöfer. So müssten sie nicht immer alles anschleppen.

Übrigens: Die nächtliche "Konturen-Aktion" hatte natürlich einige Passanten auf den Plan gerufen, die die Polizei alarmierten, weil sie eine Straftat vermuteten. Die Beamten konnten aber schnell feststellen, dass alles mit rechten Dingen zuging, und ließen die Sprayer weiter arbeiten.

Quelle: NGZ
 
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