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Dormagen
Gröhe startet Projekt für aktive Schüler

Dormagen: Gröhe startet Projekt für aktive Schüler
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe öffnete an der St.-Nikolaus-Schule die "Bewegungstonne". Rechts Rektorin Sonja Clevers. FOTO: georg Salzburg
Dormagen. An der St.-Nikolaus-Schule in Stürzelberg konnten gestern die ersten 60 Kinder die prall gefüllte "Bewegungstonne" ausprobieren. Der Bundesgesundheitsminister persönlich hatte sie für die Jungen und Mädchen geöffnet. Von Klaus D. Schumilas

Es muss für Laura und Tobias ein besonderer Moment gewesen sein: Nicht ihre Sportlehrerin Cornelia Lüger oder ein Mitschüler schwangen das lange Sprungseil, sondern Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Als vierfacher Vater wusste er genau, wie es funktionierte.

Für alle 60 Schüler der St.-Nikolaus-Schule an der Schulstraße in Stürzelberg und die kommissarische Rektorin Sonja Clevers war es gestern Vormittag ein besonderer Moment: Denn Gröhe gab dort den offiziellen Startschuss für die Präventionsinitiative "fit4future", eine Zusammenarbeit der DAK-Gesundheit und der Cleven-Stiftung. 502 mit Sport- und Spielgeräten gefüllte Bewegungstonnen werden in dieser ersten Runde bundesweit an Grundschulen ausgeliefert. Am Ende des dreijährigen Projektes sollen 2000 Schulen mit rund 600.000 Schülern erreicht werden.

Es geht natürlich um Bewegung. Aber nicht nur. Auf vier Säulen steht das Projekt: Ernährung, Brainfitness und Verhaltensprävention im System Schule als weitere Schwerpunkte. In Workshops werden die beiden Sportlehrerinnen Cornelia Lüger und Karolin Wingendorf für den richtigen Umgang mit der Bewegungstonne und die Integration in den Schulalltag fit gemacht. Für Schulleiterin Clevers ist aber schon eines klar: "Die Tonne wird jetzt nicht klassenweise genutzt, sie soll immer allen Schülern zur Verfügung stehen."

Einen ersten Eindruck verschafften sich gestern 60 ausgewählte Schüler der Klassen zwei bis vier. Unter Anleitung von Trainer Frederic aus Berlin probierten sie Balance-Bretter, Softballschläger, Seile, Hütchen und viele Dinge mehr aus, die eins gemeinsam haben: Sie sind knallbunt!

Es wird auch Aktionstage für Schüler und Eltern geben. Darüber hinaus erhalten die Schulen Unterstützung bei ihrer Weiterentwicklung zu einer gesundheitsfördernden Schule. "Das Konzept von fit4future hat uns sofort überzeugt", sagt Clevers, "weil es die Gesundheit jedes einzelnen Schülers fördert und außerdem hilft, unsere Schule zu einem gesunden Ort weiterzuentwickeln." Neben der St.-Nikolaus-Schule hatte sich auch die Grundschule Burg beworben und ist bei diesem Projekt dabei.

"Es ist gut, dass eine solch tolle Idee eine bundesweite Dimension erhält", sagte der in Neuss beheimatete Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Für ihn steht fest: "Prävention und Gesundheitsförderung müssen dort stattfinden, wo Menschen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Das heißt mit Blick auf Kinder und Jugendliche: natürlich auch in der Schule." Um präventiv die Gesundheit zu fördern, helfe nicht der Blick auf Krankheiten, sondern es müsse auf "ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung geachtet werden". Robert Lübenoff, der als "Erfinder" dieses Projektes vorgestellt wurde und Geschäftsführer der planero GmbH ist, die die Gesundheitskonzepte der Cleven-Stiftung umsetzt, betonte, dass die DAK kein Sponsor im üblichen Sinne, sondern ein "Kompetenzpartner" sei. Dessen Vorstand Andreas Storm erwähnte nicht nur die Konzentrationsschwächen und Bewegungsdefizite von Grundschülern, sondern auch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Lehrern. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt übrigens von der Technischen Universität München.

Quelle: NGZ
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