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Dormagen
Größtes Baugebiet der Stadt kommt

Dormagen. Im Malerviertel III an der K 12 sollen über 300 Wohnungen entstehen. Von Klaus D. Schumilas

Das seit Jahren größte Baugebiet der Stadt ist gut versteckt. Wer sich darüber informieren möchte, muss sich die Bezeichnung "Nördlich der Rubensstraße" gut merken. Denn unter diesem Titel firmiert das Großbauprojekt, bei dem auf rund 15 Hektar Fläche Wohnungsbau der unterschiedlichen Art vorgesehen ist. Zum Vergleich: Das derzeit größte Vorhaben in diesem Bereich ist Nievenheim IV mit einer Fläche von sieben Hektar. Klar ist aber auch, dass niemand diese sperrige Bezeichnung benutzen wird, sondern vom "Malerviertel III" sprechen wird. "Das ist auch intern der Arbeitstitel, der benutzt wird", sagt Gregor Nachtwey, Leiter des städtischen Planungsbereiches.

Das Areal wird eingegrenzt von der Bahnlinie im Westen, der Kreisstraße K 12 im Norden, der Haberlandstraße im Nordosten sowie im Süden von Lochner- und Rubensstraße - und daher stammt der Name für das Vorhaben. "Das Baugebiet ,Südlich der K 12' zu bezeichnen, wäre zu unkonkret gewesen, weil die Kreisstraße ja viel länger ist", so Nachtwey. "Ein Baugebiet muss eindeutig identifizierbar sein." Eindeutig ist auch die Dimension: Wenn für Nievenheim IV von rund 150 bis 170 Wohneinheiten die Rede ist, dann werden es im Malerviertel "mehr als doppelt so viele".

Der Planungs- und Umweltausschuss fasste am Mittwochabend den Aufstellungsbeschluss, wodurch das Vorhaben planerisch angeschoben wird. Bis es dort eine sichtbare Bautätigkeit geben wird, werden sicherlich zwei bis drei Jahre vergehen. Denn die Lage ist etwas heikel: Weil die Kreisstraße 12 so hoch liegt, bedeutet sie eine enorme Lärmquelle für das künftige Baugebiet. Das gleiche gilt natürlich auch für die Bahnstrecke. Daher kommt dem erforderlichen Lärmgutachten eine besondere Bedeutung zu: "Wie weit muss eine Wohnbebauung entfernt sein?" wird laut Stadtplaner Nachtwey eine Kernfrage sein. Durch die Auswahl von bestimmten Häusertypen - Mehrfamilienhaus mit Laubengängen und einer günstigen Lage der Treppenhäuser können Lärm absorbieren. Klar ist, dass es dort einen Mix aus Mehrfamilienhäusern, aber auch Reihenhäusern und freistehenden Häusern geben soll.

Quelle: NGZ
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