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Dormagen
Große Koalition von CDU und SPD steht

Dormagen: Große Koalition von CDU und SPD steht
Sie sind zufrieden mit der zwölf Seiten umfassenden Vereinbarung, v. l.: Bernhard Schmitt (SPD, Fraktion), Hans Ludwig Dickers (CDU, Partei), Carsten Müller ( SPD, Partei) und Kai Weber (CDU, Fraktion). FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Die Spitzen von Partei und Fraktion haben gestern die Koalitionsvereinbarung bis 2020 unterschrieben. Von Klaus D. Schumilas

Der Initiator war nicht dabei, als gestern Mittag die Partei- und Fraktionsspitzen von SPD und CDU eine Koalitionsvereinbarung für die Zusammenarbeit in der verbleibenden Wahlperiode bis 2020 unterschrieben. Aber Bürgermeister Erik Lierenfeld dürfte zufrieden sein, dass sein Vorstoß, die CDU aus dem bürgerlichen Bündnis heraus- und in eines mit "seinen" Sozialdemokraten hineingelotst zu haben, erfolgreich war. Gemeinsam stellten beide Partner die Vereinbarung vor, über sie nach eigenen Angaben zuvor in mehreren Sitzungen insgesamt 26 Stunden "sehr harmonisch", so Kai Weber, Fraktionsvorsitzender der CDU, und sein Kollege von der SPD, Bernhard Schmitt, beraten haben. Weber sagt: "Ja, es wird umso schwerer uns abzugrenzen, weil wir nicht den Bürgermeister stellen. Aber für die SPD ebenso, weil sie ihren Bürgermeister trifft, wenn sie die Verwaltung kritisiert." Das sind die wichtigsten Aussagen:

Finanzen Oberstes Ziel ist die Bewahrung der Finanzhoheit gegenüber der Finanzaufsicht des Rhein-Kreises, also kein Haushaltssicherungskonzept. "Die vorhandenen Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene wollen wir besser ausschöpfen", sagt Kai Weber.

Konzern Stadt Dort sieht die GroKo "Korrekturbedarf", weil es Klagen von Kunden über den Service gebe, zum Beispiel den der Technischen Betriebe. Änderungsvorstellungen gibt es noch keine.

Umwelt Das Thema Konverter fehlt in dem Papier. "Für uns ist das Thema durch, zudem gibt es einen klaren Ratsbeschluss", sagt Schmitt.

Stadtentwicklung Weil die Entwicklung von zusammenhängenden Arealen Einfluss auf die verkehrliche und soziale Infrastruktur (Kita, Schule, OGS) habe, sollen künftig - anders als bisher - entsprechende Konzepte bereits vor der Schaffung von Planungsrecht vorliegen. "Kitas nicht erst planen, wenn die Kinder im Wohngebiet schon geboren sind", so Carsten Müller (SPD). Im Baugebiet Beethovenstraße soll der Neubau einer Sporthalle für die dortigen Schulen geprüft werden. "Die Notwendigkeit einer Schul-Sportanlage sehen wir derzeit nicht", so Weber. Beim Verkauf von Gewerbegrundstücken soll ein kleiner Pool von Wohnbaugrundstücken für das Spitzenpersonal von Gewerbetreibenden reserviert werden. Die GroKo erwartet von der Verwaltungsspitze mehr Aktivität, damit das Seveso II-Gutachten rascher vorliegt. "Das dauert viel zu lange und behindert Entwicklungen", sagt Weber.

Sicherheit/Ordnung Die Präsenz des Ordnungsdienstes "ist im Alltag nicht gegeben", moniert Weber, "und muss deutlich erhöht werden". Das kann zu mehr Personalbedarf führen.

Kinder/Schule Wohnortnahe Kinderbetreuungsplätze (ebenso im Schulbereich) sollen zur Verfügung gestellt werden. Laut CDU gibt es einen Bedarf für vier weitere Gruppen (ohne Flüchtlingskinder).

Quelle: NGZ
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