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Dormagen
Grüne: Fußballvereine sollen mehr für Flüchtlinge tun

Dormagen. Sabine Sehnem ist ein freundliche, höfliche Frau. Doch die sportpolitische Sprecherin der Grünen kann auch anders. Eine scharfe Gangart legte sie im Sportausschuss hin, wo sie die fußballspielenden Vereine klar aufforderte, "mehr für die Integration von Flüchtlingen zu tun". Das Thema war aufgekommen, weil Stadtkämmerin und Sportdezernentin Tanja Gaspers erklärte, dass es für die Erstellung eines umfangreichen Sportgutachten keinen Bedarf mehr gebe. Dies ergebe sich aus dem beschlossenen, umfangreichen Sanierungspaket für die Sportplätze im Stadtgebiet.

Die Grünen, die eben dieses Sportgutachten vor geraumer Zeit initiiert hatten, stehen "nach wie vor hinter diesem Gutachten, schon aus Gründen der Nachhaltigkeit", so Sehnem. Aber mit der Prioritätenliste für die Sanierung der Plätze seien Fakten geschaffen. Nutznießer sind die Fußballvereine, "vor denen sich die Politik verneigt", so die Grüne. "Jeder Ort hat sein Fußballfeld", was die Grünen durchaus nicht unbedingt für notwendig halten. "Ich wünsche mir daher vom Fußball ein besonderes Engagement, denn keine andere Sportart erhält so viel Geld." Mit niederschwelligen Angeboten solle an der Integration von Flüchtlingen gearbeitet werden. Sehnem: "Die Vereine sollen so ein Stück Dankbarkeit zeigen."

In den Bereich Fußball wird investiert, aber auch die Leichtathleten in Dormagen finden so gute Rahmenbedingungen vor wie in kaum einer anderen Stadt. Darauf wies der sportpolitische Sprecher der CDU, Andreas Buchartz, hin. Der TSV Bayer verfügt sei langem über eine moderne Sportanlage, in Straberg in im Vorjahr ein Sportplatz mit Kunststofflaufbahn und Nebenanlagen entstanden, bald kommt eine weitere in Zons hin. In der viel größeren Stadt Neuss wurde erst in diesem Jahr die erste Kunststoffanlage für Leichtathletik eröffnet. Für die SG Zons verteidigte Abteilungsleiter Klaus Hofstadt die Notwendigkeit einer solchen modernen Trainingsmöglichkeit.

(schum)
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