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Dormagen
Grüne wollen Regelwerk für Benennung von Straßen

Dormagen. Die Grünen haben wahrscheinlich das Hin und Her im vergangenen November vor Augen, als es darum ging, die Carl-Duisberg- sowie die Hindenburgstraße umzubenennen. Sie stellen im kommenden Hauptausschuss den Antrag, dass bei allen zukünftigen Um- und Neubenennungen von Straßen nach einheitlichen Kriterien verfahren wird und dass zukünftig der Kulturausschuss anstelle des Planungs- und Umweltausschusses über Um- und Neubenennungen entscheidet.

Fraktionsvorsitzender Tim Wallraff führt in der Begründung "Irritationen in der jüngsten Vergangenheit" an: "Teilweise wurden Anliegerbefragungen durchgeführt, teilweise verzichtete die Verwaltung darauf. Die Gründe hierfür erschließen sich nicht immer. Deshalb erscheint es sinnvoll, die Um- bzw. Neubenennung von Straßennamen einer einheitlichen Bewertung zu unterziehen." Dass die Kulturpolitiker entscheiden sollen, ist für ihn richtig: "Die Namensfestlegung ist kein originär planerisches Instrument. Im Gegenteil werden häufig Namen von Personen, die sich um unsere Stadt und unser Land in besondere Weise verdient gemacht haben, als Namensgeber vorgeschlagen. Die historische und künstlerische Bewertung obliegt daher dem Kulturausschuss." Damit würde sich Dormagen an Neuss orientieren. Vor einem Jahr wurde dort ein neues Regelwerk aufgestellt, das auch beim Deutschen Städtetag gut ankam. Bei Anträgen wird dort zuerst das Kulturamt, dann das Stadtarchiv (zur inhaltlichen Prüfung) beschäftigt, ehe der Kulturausschuss entscheidet. In Sachen Carl-Duisberg- und Hindenburgstraße sollen Eigentümer und Mieter in dieser Wahlperiode befragt werden.

(schum)
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