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Dormagen
Grundschule Straberg künftig im Verbund mit Delhoven

Dormagen. Die Schulverwaltung hat sich ihre Festlegung nicht leicht gemacht: In einer langen Liste werden Vor- und Nachteile aufgezählt. Am Ende steht das Ergebnis: Die Tannenbuschschule in Delhoven ist die geeignetste Schule für einen Verbund mit der Grundschule Am Kronenpützchen in Straberg.

Dem Vorschlag der Verwaltung folgten gestern auch die Mitglieder des Schulausschusses. Das bedeutet, dass es diese Art der Kooperation bzw. Zusammenführung ab dem Schuljahr 2017/18 geben wird.

Auslöser sind die sinkenden Schülerzahlen an der Straberger Grundschule, nur ein Verbund kann den Standort im Walddorf sichern. Im laufenden Schuljahr besuchen nach Verwaltungsangaben lediglich 18 Kinder das erste Schuljahr, die Schule ist durch alle Jahrgänge einzügig. In der Prognose wird die Anmeldezahl von 22 (2016/17) auf nur noch 14 in den beiden darauf folgenden Jahren sinken. Die Gesamtschülerzahl beträgt lediglich 83 Kinder, erstmals wurde die Mindestzahl von 92 Kindern im Schuljahr 2013/14 nicht mehr erreicht.

Ginge es nach Schulrätin Karin Roth-Junkermann, würde ein Verbund mit der Salvatorgrundschule zustande kommen. Sie nennt als einen Pluspunkt, dass beide Standorte Bekenntnisschulen sind und dass mit Gabriele Neu die kommissarische Leitung bereits Strukturen in Straberg eingezogen habe. Für Delhoven und die Tannenbuschschule sprechen aus Sicht der Verwaltung die geografische Nähe, dass Delhovener Kinder die Kita in Straberg besuchen, wenn in Delhoven keine Kapazitäten bestehen.

Weil die Tannenbuschschule aktuell Schüler aus Platzgründen ablehnen muss, könnten diese in Straberg unterrichtet werden, würden aber zur Tannenbuschschule gehören. Auch gemeinsame Trainingseinheiten der beiden Sportvereine, eine gemeinsame Brauchtumspflege und "historisch gewachsene Familienverbunde", so die Verwaltung, sprechen für diesen Verbund. Dass die Kronenpützchen-Schule eine Bekenntnisschule ist, spricht nicht gegen diese Lösung.

Ein wichtiger Grund, so zu entscheiden, dass der Hauptstandort in Delhoven und der Teilstandort in Straberg sein wird, war auch der Elternwille. Die Vertreter haben sich dementsprechend klar geäußert. Wer die Leitung des Verbundes haben wird, ist nun auch klar. Annelie Witte-Schmale in Delhoven übernimmt diese Aufgabe, weil Delhoven der Hauptstandort ist.

(schum)
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