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Dormagen
Gymnasiast leitet für einen Tag die Werkfeuerwehr im Chempark

Dormagen. Aufstehen gegen 5.30 Uhr - das ist nicht jedermanns Sache, erst recht nicht die eines 17-Jährigen, der gerade Sommerferien hat. Marc Münker nahm das aber gestern klaglos in Kauf. Zumal eine außergewöhnliche Erfahrung auf ihn wartete: Im Chempark Dormagen durfte der Schüler des Meerbuscher Mataré-Gymnasiums für einen Tag die Position von Christoph Wachholz einnehmen. Der ist Leiter der Currenta-Werkfeuerwehr in Dormagen und ermöglichte seinem Vertreter eine ganze Reihe Einblicke in den Brandschutz und die Abläufe der Feuerwehr-Einsatzkräfte in der chemischen Industrie. Von Stefan Schneider

Marc Münker hatte sich mit Erfolg für die Aktion "Meine Position ist spitze!" beworben, die von ChemCologne, der Brancheninitiative der chemischen Industrie im Rheinland, in diesem Jahr zum zweiten Mal angeboten wurde, wie deren Geschäftsführer Daniel Wauben mitteilte. Unternehmen aus dem Einzugsgebiet von ChemCologne geben dabei Schülern aus der Sekundarstufe II die Möglichkeit, Arbeitsbereiche in der Chemieindustrie aus der Chef-Perspektive kennenzulernen. Ziel ist es, junge Leute für Berufe in der Chemie zu interessieren und die Vielfalt der Berufsbilder darzustellen.

Zum Tagesablauf des jungen Meerbuschers gehörte gestern u.a. die Sicherheitsbegehung eines Rettungswagens, eine Übungseinheit zur Notfallrettung von verunglückten Einsatzkräften mit Sauerstoffmaske und ein Besuch in der Sicherheitszentrale. "Wir wollten Marc einen möglichst realistischen Ablauf eines Tages als Werkfeuerwehrleiter bieten", sagte Currenta-Sprecher Mark Mätschke.

Dass das gelungen ist, wurde von dem Gymnasiasten, der sich in der DLRG-Ortsgruppe Meerbusch engagiert und dem die Welt der Rettungskräfte deshalb nicht ganz fremd ist, bestätigt: "Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Besonders fasziniert hat mich das gute Miteinander der Feuerwehrleute und deren Effektivität."

Christoph Wachholz lobte seinen Gast: "Der gesunde Menschenverstand ist wichtig. Marc ist ein guter Beobachter und hat sich gut eingebracht." Zum Termin mit der Presse waren beide übrigens mit einem großen Einsatzwagen der Feuerwehr vorgefahren.

Quelle: NGZ
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