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Dormagen
Hackenbroicher diskutieren über neue Bebauungspläne

Dormagen. Bei der zweiten Stadtteilwerkstatt zum Flächennutzungsplan informierten sich knapp 60 Besucher über mögliche Entwicklungen von Wohnraum, Gewerbe- und Grünflächen. In der Aula des Leibniz-Gymnasiums ging es um den Planungsbezirk Süd: Delhoven, Knechtsteden, Hackenbroich und Hackhausen.

Als mögliche neue Wohnbebauung stellte Thomas Scholle vom Büro "planlokal" eine drei Hektar große Fläche an der Raiffeisenstraße vor, wo parallel zur Winand-Lukas-Straße neue Häuser entstehen könnten. Wie viele Bewohner dort hinziehen, steht nicht fest: "Das könnten 50 bis 70 Haushalte sein", wagte Scholle eine Prognose. Gegen diese Pläne wandten sich in der lebhaften und konstruktiven Diskussion bereits zwei Anwohnerinnen, die auf die Enge der (Stich-)Straßen und das nahe Biotop verwiesen.

Als Gewerbefläche könnten Gebiete östlich der Roggendorfer Straße (K 18) erschlossen werden. Südlich des Wegs "An der Steinkaule" wären es zehn Hektar, unterhalb des Worringer Wegs 6,8 Hektar, und angrenzend an die A 57 wäre eine dritte Fläche weiter zu untersuchen.

Mit fünf Stadtteilwerkstätten hat die Stadt eine Informations- und Diskutierebene eingezogen, bevor der neue Flächennutzungsplan ins förmliche Verfahren geht. "Wir wollen nicht nur Fachleute hören, sondern auch von Bürgern wissen, wie sie sich Dormagen für die nächsten 20 bis 30 Jahren wünschen", sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. So forderte ein Delhovener Maßnahmen gegen das hohe Verkehrsaufkommen in seinem Ort. Stadtplaner Gregor Nachtwey wies auf widerstrebende Interessenslagen von Bewohnern, Industrie, Handel und Freizeitnutzern hin: "Da müssen wir einen Kompromiss finden."

(cw-)
 
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