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Dormagen
Hackenbroicher feiern Alex II.

Dormagen. Viele Besonderheiten beim 88. Schützenfest der St.-Hubertus-Bruderschaft.

Dass ein Brudermeister bei der Eröffnung des Schützenfests (noch) Besseres zu tun hat, kommt nicht alle Tage vor. Bei Hans-Dieter Schloemer war diese Ausnahme unvermeidlich, feierte doch seine Tochter ihren Abi-Ball. Durchs Programm führte stattdessen Schloemers Stellvertreter Jo Deußen, bei dem sich Schloemer gestern Mittag mit den Worten "Auf solche Leute kann man zählen" bedankte.

Der Start ins Hackenbroicher Schützenfest verlief nach Maß: "Es war eine tolle Stimmung bei ausverkauftem Haus", fasst Jo Deußen den Eröffnungsball zusammen, bei dem die Band "Level2Party" die musikalische Grundlage für die rundum gelungene Veranstaltung legte. Gestern Vormittag standen vor allem die Ehrungen im Mittelpunkt, die Hans-Dieter Schloemer mit dem Königspaar Alexander und Susanne Frania vornahm. Spitzenreiter war Ehrenbrudermeister Ludwig Becker, der inzwischen 65 Jahre der St.-Hubertus-Bruderschaft angehört und bei den "Scharfschützen Süd" aktiv ist. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft bringen es Werner Kasprzak von den Schwarzen Husaren, Clemens Michel und Werner Zingsheim vom Zug "Hal Drop" sowie Andreas Wolters vom Tambourkorps "In Treue fest". Ihr Silberjubiläum konnten die "Burgjunge" Hans Dick und Dirk Eiler, Markus Büttgen ("Gut Ziel") und Jo Deußen sowie Michael Peters vom Sappeurkorps "Edelweiß" feiern. Gleichfalls seit 25 Jahren Mitglied der Bruderschaft sind Thomas Englich (Feinkorn III), Klaudius Jonda und Christian Puls vom Tambourkorps sowie Steffen Kiepels (Rote Husaren II), Michael Moritz vom Zug "Gut Ziel" und Jörg Schmitz von den Schill'schen Offizieren. 60 Jahre alt ist der Jägerzug "Waidmannsheil" und 40 Jahre alt der Jägerzug "Frisch auf".

Das Silberne Verdienstkreuz ging an den Schwarzen Husaren Kurt Bohmann, den Fahnenschwenkerverdienstorden in Bronze erhielt Christian Ohligschläger. Auch der neue Eigentümer von Schloss Arff war gestern zu Gast: Freiherr Friedhelm von Landsberg-Velen nahm mit seiner Frau und seinem Sohn am Frühschoppen teil. Einen gelungenen Einstand an der Regimentsführung hatten Oberst Frank Janssen und seine Mitstreiter. Insgesamt 700 Marschierer standen unter Janssens Kommando. Was den heutigen Vogelschuss angeht, ist Jo Deußen optimistisch: "Es ist bei uns ja Tradition, dass sich Kandidaten erst am Montag melden. Auf dem neuen Schießstand möchte sicher jemand der Erste sein, der trifft."

(S.M.)
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