| 00.00 Uhr

Dormagen
Hackenbroicher Schüler bleiben ihrem Ortsteil treu

Dormagen. Regelmäßig müssen sich die Verantwortlichen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule den Vorwurf gefallen lassen, dass sie zu viele auswärtige Schüler aufnehmen und so den Dormagener Viertklässlern den Zugang zur einzigen heimischen Gesamtschule verbauen.

Die aktuelle Statistik des Schulverwaltungsamtes zeigt, dass dies so ohne weiteres nicht stimmt: Mit der Sekundarschule (14 Prozent) und dem Bettina-von-Arnim-Gymnasium (14,6) nehmen zwei weiterführende Schulen zum neuen Schuljahr mehr auswärtige Fünftklässler als die Gesamtschule in Nievenheim auf, die auf einen Anteil von 12,6 Prozent kommt. Konkret sind es ab dem 1. August lediglich 22 Schüler (davon 14 aus Köln), die zum BvS gehen. Leibniz-Gymnasium: 8,5 Prozent; Realschule Hackenbroich: 13,2 Prozent. Der Anteil der Auswärtigen an den Fünftklässlern liegt bei 11,2 Prozent. Diese und weitere Zahlen erfahren die Mitglieder des Schulausschusses in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag.

Eine große Ortsteilverbundenheit zeigen die Hackenbroicher: Fast 74 Prozent der Viertklässler, die die Grundschule Burg Hackenbroich verlassen, bleiben im Ort und besuchen entweder die Realschule (37,5 Prozent) oder das Gymnasium (36,1). Interessant ist das Wahlverhalten der ehemaligen Schüler der Friedrich-von-Saarwerden-Schule in Zons: Jeweils 14 von ihnen besuchen künftig die beiden städtischen Gymnasium sowie die Gesamtschule. Anders ist es an der Salvatorschule in Ückerath: Dort entschieden sich elf Kinder für das Leibniz- , aber kein Kind für das BvA-Gymnasium. Einen entgegengesetzten Trend gibt es wiederum an der Erich-Kästner-Grundschule in der Dormagener Mitte: Zwei Kinder besuchen das Leibniz-Gymnasium, 20 gehen zum BvA in der Stadtmitte. Bei diesen Zahlen spielen zum einen geografische Gesichtspunkte eine Rolle, am Ende aber auch die sogenannte Koordinierung durch die Schulverwaltung, um die Schüler einigermaßen gleich zu verteilen.

Auffallend: Das Leibniz-Gymnasium erhält von der Angerhausen-Schule (Mitte) kein Kind, von der Kästner- und Friedensschule Gohr nur je zwei Kinder; das BvA wiederum besucht kein Kind der Salvatorschule und nur jeweils ein Kind der Tannenbusch- und Nikolausschule.

(schum)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Hackenbroicher Schüler bleiben ihrem Ortsteil treu


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.