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Dormagen
Händler geben Frühlingsfest Schulnote 5

Dormagen: Händler geben Frühlingsfest Schulnote 5
CiDo-Vorsitzende Michaela Jonas ist mit dem Rücklauf der Umfrage unter den Mitgliedern der City-Offensive Dormagen zufrieden. Die sparen nicht mit Kritik, geben aber auch konstruktive Anregungen. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. In einer internen Umfrage setzen sich die Innenstadtakteure kritisch mit sich selbst, aber auch dem Stadtmarketing auseinander. Gewünscht sind ein Citymanagement mit einer vertraglichen Regelung und neue Feste für die Innenstadt. Von Klaus D. Schumilas

Die Innenstadt war gut voll, die Besucherströme füllten Straßen und Läden. Doch große Zufriedenheit herrscht bei den Händlern und Gastronomen nicht: 68 Prozent geben dem Frühlingsfest am 3. Mai die Schulnote mangelhaft und ungenügend! Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die die neu aufgestellte Werbegemeinschaft City-Offensive Dormagen, kurz "CiDo", unter seinen Mitgliedern vorgenommen hat. Die von Vorsitzender Michaela Jonas initiierte Befragung brachte weitere, sehr klare Positionen hervor, die CiDo jetzt in die Gespräche mit Politik und Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) einbringen will. Zum Beispiel: 73 Prozent der Befragten (34 Bögen kamen zurück) wollen kein Citymanagement, das von einem Angestellten der SVGD ausgeübt wird.

Jonas nimmt das Ergebnis als Auftrag an. "Ich halte die Befragung für aussagekräftig. Man erkennt: Eine vertragliche Regelung- 921 Prozent dafür - und die generelle Zusammenarbeit zwischen Stadt, SVGD und Werbegemeinschaft ist erwünscht und der Kooperationsvertrag sollte in einer der nächsten Versammlungen transparenter vorgestellt werden, wenn die Politik dieser Form des Citymanagements zustimmt." Jonas bittet die Politik um Unterstützung: "Wir brauchen ein professionelles Citymanagement. Die erarbeitete Form der Kooperation für das Citymanagement wird durch die Mitglieder unterstützt. Das sollte die Politik zu würdigen wissen." Auch in Richtung SVGD gibt es Kritik. So fordern die Händler mehr Transparenz bei Kosten und Erträgen rund um die Stadtfeste. "Wenn man bedenkt, das die SVGD als Dienstleister für die Werbegemeinschaft tätig war, ist dieser Wunsch in Ordnung", sagt Jonas.

Der Handel übt nicht nur Kritik, sondern gibt auch Hinweise. Zum schlecht bewerteten Frühlingsfest kommen Vorschläge, wie es attraktiver sein könnte: verschiedene Straßenmusikanten beim Fest, die über die Kölner Straße laufen; mehr regionale Produkte, die zum Frühling passen; einen früheren Termin; Stände, die das Thema Frühling aufgreifen (mit Blumen, Hofläden, frische Produkte, Spargel, Erdbeeren, Haus-und Gartendekoration, Wein und Getränke); Mitmach-Aktionen; Stände verteilt auch auf südlicher und nördlicher "Kö". Jonas: "Diese Auswertung habe ich auch der SVGD zur Verfügung gestellt und vorgeschlagen, dass wir das Fest im nächsten Jahr gemeinsam optimieren. Sicherlich sind auch die Kosten immer ein Aspekt, warum ein Fest nicht optimal gestaltet werden kann. Man muss auch die kreativen Möglichkeiten erkennen und diese umsetzen. Es muss was Neues her."

Die überwältigende Mehrheit von 94 Prozent sprach sich dafür aus, dass künftig auch einmal andere, neue Feste auf die Beine gestellt werden sollen. Beispielsweise ein italienisches oder spanisches Fest im Sommer. "Ein klarer Wunsch", so Jonas, die solche Anregungen mit in die interne Vorstands-Diskussion nehmen will. Die Organisation von themenbezogenen Festen oder die Aufwertung von bestehenden Veranstaltungen durch solche Aspekte will CiDo mit umsetzen.

Quelle: NGZ
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