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Dormagen
Handgemachte Musik locker gespielt

Dormagen: Handgemachte Musik locker gespielt
"4 good reasons" sind der Sänger und Gitarrist Bernd Thelen, Achim Remmertz (Gitarre), Katrin Nelsen und Joerg Schreinemackers (v.l.). FOTO: Museum
Dormagen. "4 good reasons" traten beim 1. Songwriter Nachmittag im Phono-Museum auf. Von Christian Oscar Gazsi Laki

Eine richtig eingeschworene Gemeinschaft ist sie, die Szene rund um das Phono- und Radiomuseum Dormagen. Dies wurde schon beim Hineintreten bei dem jüngsten Konzert in diesen Hallen der Phono- und Radio-Geschichte, überaus deutlich spürbar. Wo wird man schon als Neuling, als unbekanntes Gesicht, das den Altersdurchschnitt erheblich unterschreitet, vom Chef höchstpersönlich, mitten im Raum, mit den Worten "Wie kann ich Ihnen helfen?" begrüßt.

Volkmar Hess hatte diesmal - bei Kaffee und Kuchen - zu dem "1. Songwriter Nachmittag" mit der Combo "4 good reasons" geladen. Die "vier guten Gründe" sind der Sänger und Gitarrist Bernd Thelen, der aber auch gerne mal zur Bluesharp griff, Achim Remmertz ebenfalls an der Gitarre, Katrin Nelsen an der Querflöte und Joerg Schreinemackers an den Percussions, respektive auf der Cajón sitzend. Eine schon reizvolle Kombination ist die Paarung mit der Querflöte, indes doch schon eher ungewöhnlich.

Doch passte der so entsprießende Sound der 2014 entstandenen Band - die viel Wert darauf legt, dass sie ausschließlich eigene Songs spielt - ganz vortrefflich zu dem doch recht bunten Stilmix, der ihre Lieder kennzeichnet. Doch trotz der Vielfalt, die sich in deutschem Liedermacher-Sound, Folk, hin und wieder etwas Pop und durchaus auch in musiksprachlichen Attributen von Blues-Rock spiegelt, gibt es schon so etwas wie den ureigenen Sound der Band: handgemacht, unaufgeregt, ganz locker und unprätentiös. Ihre Songs, mal deutschsprachig, mal auf Englisch, tragen Titel wie "Es ist nie zu spät" - der zum Beispiel auf einem Bild von einem Fan basiert -, oder auch "Utopia".

Hat Thelen zwar eher eine Allerweltsstimme und überragt die Band andere nicht mit überbordender Virtuosität, so können die Vier doch wirklich gut unterhalten. Die Songs sollen zum Weiterdenken anregen - so wünschen sie sich das - die Musik hat Flow, versteift sich nicht auf zu viel Liedermacher-Tiefgang, überrascht mit eingängigen, aber durchaus inspirierten musikalischen Zutaten. Da tanzt man gerne dazu, was neben Hess auch einige Besucher fröhlich taten. Der Rahmen ist nun mal ein ganz besonderer. Das bemerkte die Band auch schnell.

Vor dem Konzert gab es zudem noch die Möglichkeit, sich die Schätze des Museums, und da sind wirklich einige exquisite Raritäten dabei, im Rahmen einer Führung präsentieren zu lassen.

Quelle: NGZ
 
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