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Dormagen
Heilige Drei Könige in edlen Gewändern

Dormagen. Auf der Freilichtbühne Zons wird die Weihnachtsgeschichte lebendig: An zwei Adventswochenenden ab 5. Dezember zeigen die Kultur- und Heimatfreunde die "Lebende Krippe". Rund 50 Darsteller machen abwechselnd mit. Von Carina Wernig

Es ist dunkel in Zons, nur der Vollmond leuchtet über dem Zwinger der Zollfeste. Ein kalter Wind pfeift über die leeren Zuschauerreihen der Freilichtbühne. Von Scheinwerfern hell erleuchtet ist nur der Mittelpunkt der Bühne und der Weihnachtsgeschichte: der Stall mit der Krippe für das Jesuskind. Einige Strohballen liegen bereits parat, als die ersten Darsteller der Hirten sich langsam nähern: Die rund 50 Akteure der "Lebenden Krippe Zons" proben für die sechs Aufführungen an den Wochenenden vom 5./6. und 12./13. Dezember. Peter Norff, Vorsitzender der St.-Hubertus-Schützengesellschaft Zons, hat die Schirmherrschaft übernommen.

Seit 13 Jahren bieten die Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons dieses besondere Krippenspiel zur großen Freude der Zuschauer an - etwa 500 Gäste besuchen die Vorstellungen am zweiten und dritten Adventswochenende. "Das macht uns sehr viel Spaß im Vorfeld und bei den Vorstellungen", erklärte Sabine Prosch, zum dritten Mal als Projektleiterin für das Krippenspiel zuständig. Die Idee dazu hatte Karl Kress, der gemeinsam mit Harald Krumbein die "Lebende Krippe" aus der Taufe hob, zunächst auf dem Schlossplatz, seit sieben Jahren auf der Freilichtbühne. Krumbein spricht auch den Text in Anlehnung an das Lukas-Evangelium.

Auch bei der Probe bereits ein Hingucker: die edlen Gewänder der Heiligen Drei Könige, auch wenn sie nicht bei jedem Übungsdurchlauf getragen werden. Johannes Marx (73), Sunil RoyChowdhury (79) und Dieter Czerlitza (63) bilden ein überzeugend königliches Trio. Aber eigentlich gibt es in Zons mehr als die drei Weisen aus dem Morgenland, wie Sabine Prosch lachend erzählt: "Es sind sogar sechs Heilige Drei Könige - ich habe noch drei in Reserve."

Denn für die sechs Vorstellungen an vier Tagen wechselt schon mal die Besetzung, so dass jeder zwei Aufführungen übernimmt. Die prächtigen Königskleider gehören den Kultur- und Heimatfreunden ebenso wie die anderen Kostüme, nachdem sie in den Anfangsjahren auf den Fundus des Rheinischen Landestheaters Neuss und der Zonser Spielschar zurückgegriffen hatten.

Ins richtige Licht setzt die Darsteller das Technik-Team des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden - Text und Musik kommen vom Band, so auch das Lied "Maria durch ein Dornwald ging", während die "Nachwuchs-Maria", Natalie Marx, mit ihrem "Josef", Hans Uhr, den beschwerlichen Weg zum Stall nach "Bethlehem" unternimmt. "Neben Christa Stumps und Karin Uhr haben wir jetzt auch eine neue Maria-Darstellerin", kommentierte Sabine Prosch das "Anlernen". Noch sind Schafe und Publikumsliebling "Giovanni", der Esel, nicht dabei - aber bei der Premiere am 5. Dezember, um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch gern entgegengenommen. In den vergangenen Jahren sind rund 30 000 Euro zusammengekommen. In diesem Jahr sind die Zonser Edelknaben die Empfänger der Gaben.

Quelle: NGZ
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