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Dormagen
High-Speed für Nievenheim IV?

Dormagen: High-Speed für Nievenheim IV?
In fünf weiteren Dormagener Ortsteilen werden ab Sommer Glasfaserkabel für schnelles Internet verlegt. FOTO: Netcologne
Dormagen. Das Baugebiet könnte das schnellste Glasfasernetz der Stadt erhalten.

Wer überlegt, eine Wohnung im künftigen Baugebiet Nievenheim IV zu beziehen, dem gibt der heimische Energieversorger evd womöglich ein weiteres Argument, dort eine neue Heimat zu suchen: Wie Geschäftsführer Klemens Diekmann gestern im Rahmen eines Pressegesprächs auf Nachfrage erklärte, wird intern überlegt, in alle Häuser Glasfaser zu legen. Das würde bedeuten, dass dort die schnellste Internetverbindung in der Stadt entstehen würde. Denn bislang läuft der Ausbau durch evd und Netcologne so, dass das schnelle Glasfasernetz nur bis zu den Verteilerstationen (graue Kästen) und von dort Kupferkabel in die Häuser gelegt werden, die die rasche Verbindung bremsen.

Die beiden Unternehmen verkündeten gestern offiziell die zweite Ausbaustufe in Dormagen. Das heißt: Nachdem mit Dormagen-Mitte, Horrem, Rheinfeld und Zons die ersten vier Stadtteile fertig sind und die Anwohner auf schnelle Internetanschlüsse wechseln können, wird ab Sommer die schnelle Datenautobahn auch nach Nievenheim, Ückerath, Delrath, St. Peter und Stürzelberg gelegt. Dazu wird es am 26. April (18.30 Uhr im Bürgerhaus Nievenheim) und 28. April (Schützenhaus Stürzelberg) Infoabende geben. Die ersten Kunden in diesen fünf Stadtteilen können voraussichtlich ab Anfang 2017 schneller surfen. In Straberg und in Gohr schreitet der Ausbau planmäßig voran, wie Diekmann sagte. "Bis Juni werden voraussichtlich alle Technikgehäuse mit Glasfaserleitungen angebunden sein."

Wer einen Vertrag mit Netcologne schließt, kann mit mindestens 25 Mbit/s rechnen, "über 50 Prozent der Kunden bekommen 50 Mbit/s", so Geschäftsführer Jost Hermanns, in einem Umkreis des Verteilerkastens von bis zu 400 Metern sind auch 100 Mbit/s möglich.

Im Rahmen der Kooperation wird die evd auch in der zweiten Ausbaustufe den Bau des Netzes übernehmen. Hierzu werden rund 16,5 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt und mit 35 Netcologne-Gebäuden verbunden. Der Dormagener Energieversorger investiert rund 1,2 Millionen Euro.

(schum)
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