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Dormagen
Hilfe für Hebammen: Erster Antrag von Troles im Landtag

Dormagen. Um die "Zukunft der Geburtshilfe zu sichern" hat die CDU/FDP-Koalition im NRW-Landtag einen Entschließungsantrag eingereicht, mit dem auch die "herausragende Bedeutung der wertvollen Arbeit der Hebammen verdeutlicht werden soll", wie die Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Heike Troles, erklärt.

Der Landtags-Neuling war maßgeblich an dieser Initiative beteiligt. Es ist der erste Antrag, unter den sie ihren Namen als Mitverantwortliche gesetzt hat. "Ein zentrales Thema" sagt sie und sah sich in der vergangenen Woche darin bestätigt, als sie als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Grevenbroich aus dem Jahresbericht für das Babybegrüßungspaket vom "absoluten Hebammenmangel" erfuhr, was sich stark auf die Nachsorge der Mütter auswirke.

In der CDU-Landtagsfraktion habe Troles grünes Licht bekommen und in einem Arbeitskreis mit Vertretern von CDU und FDP aus dem Frauen-Ausschuss, deren Sprecherin Troles ist, und des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales ging es in die Detailarbeit. "Wir haben dann diesen Antrag formuliert und ihn wieder in die Fraktionen gegeben. Von dort ging er in die jüngste Plenarsitzung", erzählt Troles den Werdegang. "Dort wurde er in den Ausschuss für Frauen und Gleichstellung gegeben, wo wir für den 6. Dezember eine Sachverständigen-Anhörung vereinbart haben." Troles hofft nun, dass ihr Anliegen im nächsten Jahr eine "hohe Priorität" erhält.

In der Plenardebatte in Düsseldorf wurde die Landesregierung gebeten, sie möge das Engagement der Hebammen anerkennen, sich zur diesbezüglichen Wahlfreiheit der werdenden Mütter bekennen und Empfehlungen zu Verbesserungen der geburtshilflichen Versorgung entwickeln. Der wichtigste Auftrag in diesem Zusammenhang ist, sich auf Bundesebene gegen einen weiteren Anstieg der Versicherungsprämien zur Berufshaftpflicht einzusetzen. Viele freiberuflich tätige Hebammen geben notgedrungen ihren Beruf auf, weil sie davon nicht leben können. Die schwierige berufliche Situation der freiberuflich tätigen Hebammen hängt wesentlich mit der sprunghaften Erhöhung der Versicherungsprämien zur Berufshaftpflicht zusammen. "Die Erfahrung und das Wissen der Hebammen ist für uns als Gesellschaft von unschätzbaren Wert", so Troles.

(schum)
 
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