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Dormagen
Hilgers: Kinderrechte-Appell hilft

Dormagen. "Dormagener Appell ist in Berlin angekommen" - so augenzwinkernd ist ein Facebook-Beitrag der Stadt Dormagen überschrieben. Denn kaum, dass bei der interessanten Podiumsdiskussion zum 25-jährigen Bestehen des Dormagener Kinderparlaments am Dienstag in Knechtsteden alle Teilnehmer nachdrücklich gefordert hatten, die Kinderrechte endlich im Grundgesetz zu verankern, haben sich am Donnerstag die Justizminister der Länder eben genau darauf geeinigt, dieses umzusetzen: Kinder sollten in der Verfassung als eigenständige Persönlichkeiten die volle Achtung genießen.

"Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers gestern. Nun werde eine Arbeitsgruppe der Justizminister gebildet, die 2017 eine Formulierung finden solle. Hilgers, der seit 23 Jahren dafür kämpft, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz kommen, rechnet optimistisch damit, "dass es Mitte 2018 wirklich umgesetzt wird".

Bei der Podiumsdiskussion hatte Hilgers noch davon gesprochen, dass sich nach der CSU jetzt nur noch die CDU für die Kinderrechte aussprechen müsse. Das sei jetzt schnell erfolgt, so Hilgers, der zahlreiche Briefe als Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes an die Politiker geschrieben hatte, zuletzt an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch die mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Professorin Rita Süssmuth, Regierungspräsidentin Anne Lütkes, Bürgermeister Erik Lierenfeld und ihm hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion in Knechtsteden hatte Hilgers genutzt, um bundesweit auf die Forderung aufmerksam zu machen.

(cw-)
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