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Dormagen
Hochwasser: Fähre verkehrt noch

Dormagen: Hochwasser: Fähre verkehrt noch
Für die Autos ist der hohe Wasserstand an der Zonser Fähre noch kein Problem, für Fußgänger könnte ein weiter steigender Pegel schwierig werden. FOTO: Berns
Dormagen. Wie es ab Wochenmitte weitergeht, ist offen. Fußgängern drohen nasse Füße. Von Stefan Schneider

Die ergiebigen Regenfälle in den vergangenen Wochen machen nicht nur Obstbauern Kummer, deren Erdbeeren auf dem Feld verfaulen oder deren Kirschen durch das viele Wasser aufplatzen. Auch die Verantwortlichen der zwischen Zons und Urdenbach verkehrenden Rheinfähre sind betroffen - aufgrund des hohen Pegelstandes des Flusses. Gestern fuhr die Fähre noch, und Fährmann Ravil Fajzulin ging am frühen Nachmittag davon aus, dass dies auch heute der Fall sein wird. Weiter in die Zukunft mochte er freilich bis auf Weiteres noch nicht blicken.

"Wir haben auf der Zonser Seite das Problem, dass das Wasser des Rheins inzwischen auf die Straße schwappt", erzählte Fajzulin auf Anfrage unserer Redaktion. Den Autofahrern mache das vorerst noch keine Schwierigkeiten, "die fahren durch das Wasser durch". Wenn aber der Rhein weiter steige, würden die Bürgersteige überschwemmt. Dann drohten Fahrradfahrern und vor allem Fußgängern nasse Füße, sagt Fajzulin. "Wir beobachten jeden Tag, wie sich die Wasserstände entwickeln", fügte er hinzu. Der Pegel der Mosel, einer der wichtigsten Rhein-Zuflüsse, falle derzeit zwar stark. "Aber trotzdem ist es schwierig, die Situation bis zum Ende dieser Woche vorauszusagen", weiß der Fährmann.

Die Hochwasserschutzzentrale in Köln meldete gestern Morgen um 6 Uhr für die Domstadt einen Pegel von 6,36 Meter. Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel verändere sich zurzeit kaum, hieß es. Für den heutigen Dienstag gegen 6 Uhr erwarteten die Experten in Köln einen Rheinwasserstand zwischen 6,30 und 6,50 Meter. Ihre Prognose lässt zumindest nicht auf kurzfristige Entwarnung schließen: "Abflusswirksame Niederschläge in den Einzugsgebieten von Mosel und Mittelrhein werden voraussichtlich dafür sorgen, dass der Rheinpegel noch weiter auf dem derzeitigen Niveau bleiben wird."

Dormagens Deichgräf Reinhard Hauschild betont unterdessen: "Für die Bürger gibt es derzeit überhaupt keinen Anlass zur Besorgnis." Ein derart üppiger Wasserstand sei für Ende Juni allerdings tatsächlich erstaunlich und ungewöhnlich. "Eine besondere Belastung für den Deich ist er aber nicht." Der Rhein bewege sich größtenteils noch in seinem üblichen Bett und drücke nicht gegen den Hochwasserschutz.

Quelle: NGZ
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