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Dormagen
Horremerin setzt sich für ihren Stadtteil ein

Dormagen: Horremerin setzt sich für ihren Stadtteil ein
Karin Fuchssteiner auf dem umgestalteten Ortsmittelpunkt "Dorfanger" in Horrem. Die Hobby-Malerin ist Sprecherin der "Initiative Horrem". FOTO: A. Tinter
Dormagen. Bürgerbeteiligung erwünscht: Karin Fuchssteiner ist Sprecherin der "Initiative Horrem", die bei der "Sozialen Stadt Horrem" mitwirkt. Von Carina Wernig

Für ihren Stadtteil setzt sich Karin Fuchssteiner gern ein: "Wir Bürger erleben tagtäglich, was gut funktioniert und was nicht", sagt die Horremerin. Sie engagiert sich in der "Initiative Horrem", die beim Stadtteilentwicklungsprogramm "Soziale Stadt" Vereine, Institutionen und Bürger des Ortes repräsentiert. Gemeinsam mit Brudermeister Manfred Klein ist sie Sprecher der Initiative.

"Bürgerbeteiligung ist ganz wichtig", betont auch der städtische Projektkoordinator Jürgen Schmitz. Und so haben die Bürger auch bei den Entwürfen für den Ortsmittelpunkt, den "Dorfanger", ihre Anregungen, Kritik und Tipps eingebracht. Mitte April soll der Platz offiziell eröffnet werden. "Er ist sehr schön geworden", sagt Karin Fuchssteiner, die jedoch die geänderte Verkehrsführung für "nicht ideal" hält. An der Kreuzung Heesen-/Knechtsteder-/Weilerstraße sieht sie Verbesserungspotenzial. "Da wünsche ich mir etwas mehr Einfluss, auch wenn diese Lösung erst einmal ausprobiert wird", spricht sie sich für ein generelles Durchfahrtverbot aus. "Das müsste ein paar Mal kontrolliert werden, dann fährt keiner mehr durch Horrem durch", meint sie.

Als nächstes Teil-Projekt wird die Rückseite des Bahnhofs neu gestaltet. "Die ersten Entwürfe gefallen mir schon", meint Fuchssteiner. Zur Verkehrslage regt sie einen kleinen Workshop an: "Dann könnten die Horremer ihre Ideen einbringen und über alles diskutieren." So hält sie die Unterführung von der Zonser- zur Knechtstedener Straße für Radler sehr schwer einsehbar: "Vielleicht hilft da ein Spiegel?"

Auch über ihre Arbeit in Horrem, wo sie seit 2006 wohnt, hinaus ist Karin Fuchssteiner, die 1955 bei Bayer ihre Ausbildung zur Bürokauffrau begann und bei der Stadt Dormagen im Bürgermeisterbüro und der Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet hat, aktiv. Sie ist seit 1998 Mitglied der Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen, malt Bilder in den Ateliers im Kloster Knechtsteden. Seit Montag sind ihre Werke mit vielen ihrer Kollegen bei der Ausstellung "Frühlingserwachen" in der Stadtbibliothek zu sehen. "Ich male gern bunt", beschreibt die Mutter von zwei Kindern ihre Aquarell- und Öl-Bilder, deren Entstehung für sie Entspannung bedeutet. Schon als kleines Mädchen hat sie gern gemalt, in der Schule in Rottweil, woher sie stammt, und Buchstaben immer verziert. Inzwischen waren ihre Bilder auch bei der Ausstellung "D'Art" zu sehen.

Seit Dezember kümmert sich Karin Fuchssteiner ehrenamtlich als Patin um eine iranische Flüchtlingsfamilie, die im Irak politisch verfolgt wurde. "Der Kontakt kam zufällig zustande, als ich der Frau mit ihrem Baby helfen wollte", berichtet sie von den Anfängen. Bei der Stadt Dormagen hat sie sich dann als ehrenamtliche Helferin registrieren lassen. Im "Café Grenzenlos" in Horrem hilft sie beim Spracherwerb - aber vor allem durch das direkte Gespräch: "Ich erkläre der Familie unseren Alltag, unsere Gerichte und Bräuche." Das helfe auch, sich selbst über seine eigene Kultur und Handlungsweisen klar zu werden.

Quelle: NGZ
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