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Dormagen
Hundefreund Millowitsch versteigert für Heimtiere

Dormagen. Beim Sommerfest im Tierheim Hackenbroich kamen mehrere hundert Euro für den Tierschutzverein zusammen. Von Vera Straub-Roeben

Seit 35 Jahren vermittelt das Tierheim Dormagen in Hackenbroich treue tierische Begleiter an tierliebe Menschen. Unzählige Hunde, Katzen, Kaninchen und andere Nagetiere haben in dieser Zeit ein neues, liebevolles Zuhause auf Lebenszeit gefunden - und einige von ihnen wuselten am Samstag über das Gelände, als sie Herrchen und Frauchen zum Sommerfest begleiteten. "Ich habe schon viele bekannte Gesichter gesehen, aber auch viele interessierte Tierfreunde", berichtete Tierpflegerin Birgit Laufs.

Der Tag der offenen Tür bot allen die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen des Tierheims zu schauen: Wie leben die Tiere dort, wie werden sie versorgt, was gehört dazu, sich um die Tiere zu kümmern? All diese Fragen durften gestellt werden. Und die Gäste erfuhren auch, dass aktuell die seit fast 15 Jahren stark beanspruchten Hundezwinger, Katzenräume, der Kleintierraum und der Verwaltungstrakt saniert wird. Vier festangestellte Mitarbeiter um Tierheimleiterin Tanja Kalkowsky sowie zwei Azubis und zahlreiche ehrenamtliche Helfer kümmern sich im Gewerbegebiet Hackenbroich jeden Tag um das Wohl der Tiere.

Das Sommerfest wartete mit einem bunten Programm auf: Neben Gegrilltem und Kuchen sowie Getränken stellten sich weitere Tierschutzvereine an Info-Ständen vor, es gab einen Verkaufsstand mit allem rund ums Tier und Musik. Höhepunkt des bunten Tages war die Versteigerung unter der Leitung von Peter Millowitsch, der als Schirmherr des Sommerfestes extra aus Köln gekommen war, um das Tierheim Dormagen zu unterstützen. Er selbst hat hier vor mehr als zehn Jahren seinen besten Freund abgeholt: Ben, einen Stafford Shire Bullterrier, der inzwischen das Rentenalter erreicht hat.

"Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber nicht gut", lautet das Motto des Schauspielers. "Wir hatten immer Tiere, ich bin mit Hunden aufgewachsen. Ben ist mein dritter Hund, und nachdem wir uns aneinander gewöhnt hatten, sind wir dicke Freunde geworden." Auch Bens Vorgänger stammen aus einem Tierheim, allerdings aus Köln. Millowitsch findet: "Wenn ich mir ein Tier anschaffe, dann nur eines aus einem Tierheim. Es gibt so viele arme Kreaturen, die Schlimmes erlebt haben oder einfach ausgesetzt wurden. Die brauchen ein Zuhause. Abgesehen davon leben Heimhunde meist länger als reinrassige."

Deswegen war es für Millowitsch, den viele von der Bühne seines Kölner Theaters oder aus dem Fernsehen kennen, Ehrensache, zum Hammer zu greifen und allerhand Sachen für den guten Zweck zu versteigern, etwa Gutscheine für zwölf oder sechs Monate Gratis-Hundefutter bei Fressnapf, eine Woche Urlaubspension im Tierheim, Ausbildungsstunden in der Hundeschule des Tierheims bei Hundetrainerin Elke Balzer oder eine 60 Jahre alte Plüschkatze von Steiff. So kamen an diesem Nachmittag mehrere hundert Euro zusammen, die komplett dem Tierschutzverein zugutekommen. "Und darauf kommt es an", betonte Millowitsch, der sich die Zeit gerne genommen hatte.

Quelle: NGZ
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