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Dormagen
Hundesteuer in Dormagen ist relativ hoch

Dormagen. Das zeigt eine Untersuchung des Steuerzahlerbundes mit 205 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Von Stefan Schneider

Viele Dormagener schätzen einen Hund an ihrer Seite. Rund 3500 der Vierbeiner sind offiziell bei der Stadt angemeldet. Doch den Haltern sind ihre Tiere nicht nur lieb, sondern auch (vergleichsweise) teuer. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Bundes der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen hervor, der jedes Jahr eine solche Erhebung veröffentlicht.

Diesmal wurde die Hundesteuer in 205 nordrhein-westfälischen Kommunen erhoben - für den ersten, den zweiten und den dritten Hund. Dormagen landet dabei in der zweiten Hälfte des Feldes. Ein Jahressatz von 96 Euro für den Ersthund eines Halters bedeutet in der Gesamttabelle einen mäßigen 131. Rang. Zum Vergleich: Am günstigsten ist die Hundehaltung in Verl mit 24,60 Euro Jahresbeitrag für den ersten Hund, am teuersten in Hagen, das Haltern von einem Hund jährlich 180 Euro in Rechnung stellt.

Verschiebungen in der Tabelle ergeben sich bei der Haltung von zwei oder drei Hunden. Verl erweist sich auch hier als besonders hundefreundlich; die Stadt kassiert für den zweiten Hund 30,60 Euro, für den dritten 36,60 Euro. Teuer wird es für Mehrfach-Hundehalter in Wuppertal: 288 Euro verlangt die bergische Großstadt jeweils für Zweit- und Dritthund. In Dormagen werden 111 Euro für den zweiten und 123 Euro für den dritten Hund fällig. Insgesamt nimmt die Stadt aus der Hundesteuer im Jahr ungefähr 330.000 Euro ein.

Was manch einen Dormagener Hundefreund schmerzen mag: Im Rhein-Kreis Neuss gibt es mehrere Städte, die den Tierfreunden nicht so tief ins Portemonnaie fassen. Zum Beispiel Kaarst: Hier kostet der Ersthund 77 Euro im Jahr, der Zweithund 95 Euro und der Dritthund 113. Günstiger als in Dormagen ist die Hundehaltung im Kreis auch in Korschenbroich und in Neuss. Meerbusch liegt bei der Steuer für Ersthunde mit Dormagen gleichauf, ist aber deutlich teurer bei Zweit- (125 Euro) und Dritthunden (150 Euro).

Die Stadt Dormagen kann für sich in Anspruch nehmen, dass sie die Infrastruktur für Hundehalter und ihre Lieblinge in den vergangenen Jahren verbessert hat. 2014 wurden als Pilotprojekt einige Beutelspender für die Entsorgung von Hundekot aufgestellt. Inzwischen gibt es diese Spender, die zu mehr Sauberkeit beitragen sollen, an vielen Orten im Stadtgebiet.

Quelle: NGZ
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