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Dormagen
Ihre Kunst wurde von der Natur inspiriert

Dormagen: Ihre Kunst wurde von der Natur inspiriert
Birgit Weber, VHS-Dozentin in Dormagen, und Gunda Kawel (v.l.) zeigen bis Anfang mai im Kulturhaus ihre Werke. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Bis Anfang Mai zeigen Birgit Weber und Gunda Kawel mehr als 60 Werke in der Glasgalerie des Kulturhauses. Von Vera Straub-Roeben

Natur ist in der Kunst immer wieder ein Anlass, zu malen und zu gestalten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die beiden Kölner Künstlerinnen Birgit Weber und Gunda Kawel immer wieder von Meer und Landschaft, von Wald und Wiese inspirieren lassen. Aktuell präsentieren sie ihre Werke in der Glasgalerie.

"Das ist für Birgit Weber sozusagen ein Heimspiel, denn sie stellt quasi an ihrem Arbeitsplatz, der Volkshochschule, aus", sagte Vize-Bürgermeister Hans Sturm bei der Eröffnung der Ausstellung am Freitag. Die Leiterin von Kunstkursen zeigt nun selbst ihre Werke. "Einen Heimvorteil hatte sie bei der Bewerbung allerdings nicht. Sie musste das normale Verfahren durchlaufen und ihre Bilder von der fachkundigen Jury beurteilen lassen." Das gilt auch für Birgit Kawel, mit der Weber seit 14 Jahren gemeinsam malt.

Beide haben in der Galeriegemeinschaft Knechtsteden gearbeitet, beide haben bereits bei der D'Art ausgestellt. Beide haben Kunst studiert. Warum haben sie die Ausstellung "Grünschnitt 60" genannt? Der Titel klingt zunächst ungewöhnlich, erschließt sich aber nach einer Erklärung sofort: "Weil die Natur immer ein wichtiger Bestandteil unserer Kunst ist", sagen die beiden Künstlerinnen. Die Farbe Grün symbolisiere die Natur und stehe für Leben und Erneuerung. "Schnitt", weil es sich um einen Querschnitt der Arbeit der vergangenen 17 Jahre handelt. Und die Zahl 60 haben sie gewählt, weil es zum einen ihr Geburtsjahr ist, sie zum anderen auch rund 60 Bilder zeigen. "Außerdem feiert die Volkshochschule in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag, auch dieser versteckte Hinweis ist wichtig", sagte Weber.

Ihren Stil zu beschreiben, fällt selbst den beiden Künstlerinnen schwer, so unterschiedlich ist die Art zu malen beziehungsweise der Farbauftrag. "Wir experimentieren gerne, malen aber am liebsten auf Papier oder Leinwand. Außerdem sind in fast allen Bildern auch zeichnerische Elemente zu finden", erklärte Gunda Kawel.

Die Ausstellung beinhaltet Einzelbilder, aber auch Paare und Serien. Die Künstlerinnen stellen jeweils ein Werk genauer vor, um die Idee dahinter zu erläutern. "Rot, Orange und Schwarz (Bäume), lautet der Titel von Kawels Werk. Es zeichnet sich durch drei verschiedene Ebenen aus: Den diffusen Blütenregen im oberen Drittel, in der Mitte das Herbstlaub mit dynamischen Linien und schließlich vier Baumstämme in Schwarz, Dunkelblau und Weiß, denen sie durch Pinselhiebe eine gewisse grafische Struktur gegeben hat. "Durch die Kontraste entsteht ein Spannungsfeld." Weber präsentiert "Stille am Fluss" aus dem vergangenen Sommer, Teil eines Paares. "Ich unternahm einen Spaziergang in einer ruhigen Parklandschaft in England, dort habe ich viele Fotos gemacht. Das Gefühl musste ich später einfach auf die Leinwand bringen." Bedeutend ist, dass beide Künstlerinnen vorher keinen Plan erstellen, sondern das Bild während des Malens entsteht.

Die Werke von Birgit Weber und Gunda Kawel werden bis zum 6. Mai in der Glasgalerie zu sehen sein.

Quelle: NGZ
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