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Dormagen
Im "Welcome Center" sollen Flüchtlinge Werte lernen

Dormagen: Im "Welcome Center" sollen Flüchtlinge Werte lernen
Volker Lewerenz, seit Januar Fachbereichsleiter Integration der Stadt Dormagen. FOTO: "Tinter, Anja (ati)"
Dormagen. Nicht nur zur Unterbringung von bis zu 150 Flüchtlingen, sondern zum Kennenlernen, Einordnen ihrer Bedürfnisse und zur ersten Vermittlung von Sprache und Werten - dazu soll das "Welcome Center" dienen, das im März auf dem Grundstück an der Kieler Straße gegenüber der Feuerwache entstehen soll.

Dorthin kommen die nach Dormagen zugewiesenen Flüchtlinge als erste Station innerhalb der Stadt, bevor sie nach vier bis sechs Wochen in eine andere Unterkunft in Dormagen weiter verteilt werden.

"Bis Ende Juni wollen wir 550 neue Plätze für Flüchtlinge in fünf Unterkünften geschaffen haben, weitere 1000 Plätze können wir je nach Bedarf noch 2016 umsetzen", erklärte Erster Beigeordneter Robert Krumbein bei der Integrations-Konferenz am Samstag im Norbert-Gymnasium Knechtsteden. "Wir müssen flexibel sein und auf die weitere Entwicklung mit temporären Unterkünften, die bis zu sechs Jahre errichtet werden, im ganzen Stadtgebiet reagieren", so Krumbein.

Das "Willkommens-Zentrum", so erläuterte Volker Lewerenz, seit Januar Fachbereichsleiter Integration der Stadt, besteht nicht nur aus drei zweigeschossigen Wohn-Gebäuden, sondern auch aus einem eingeschossigen Gemeinschaftshaus. "Dort gibt es neben Büros auch zwei große Schulungsräume", wies Lewerenz darauf hin, dass die Flüchtlinge in ihren ersten vier bis sechs Wochen in Dormagen jede Menge Informationen erhalten sollen: "Wir wollen dort bereits damit beginnen, ihnen unsere Sprache, Werte und den Alltag zu vermitteln", so Lewerenz. Von 8 bis 20 Uhr ist im Willkommens-Zentrum das städtische Personal vor Ort: eine Betreuerin, ein Hausmeister und Sozialarbeiter. "Darüber hinaus gibt es Bereitschaftszeiten", so Lewerenz, der auch von einem 24-Stunden-Sicherheitsdienst sprach.

(cw-)
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