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Dormagen
Immer eine helfende Hand für Senioren

Dormagen: Immer eine helfende Hand für Senioren
Vize-Bürgermeister Hans Sturm, Pfarrer Peter Stelten, Ursula Eckerth und Adolf Thöne (v.l.) stoßen auf 40 Jahre Caritasgruppe an. FOTO: L. Berns
Dormagen. Die Caritasgruppe St. Maria vom Frieden feierte mit Unterstützern ihren 40. Geburtstag im Dormagener Alloheim. Von Jonas Bongartz

Im Alter droht immer mehr Menschen Einsamkeit und ein Mangel an Aktivitäten. Gerade deshalb hat es sich Ursula Eckerth, Vorsitzende der Caritasgruppe St. Maria vom Frieden, mit anderen freiwilligen Helfern zur Aufgabe gemacht, "Senioren zu betreuen, um ihnen eine Freude zu machen und den Alltag zu erleichtern", wie sie sagte. Bei der Geburtstagsfeier blickte die Gruppe jetzt auf 40 Jahre ehrenamtliche Arbeit mit Dormagener Senioren zurück.

Vor mehr als 50 Gästen begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst in der Kirche an der Sebastian-Bach-Straße. Unter musikalischer Begleitung des Chores "Klangherbst" überreichte Pfarrer Peter Stelten allen Mitgliedern und Helfern der Gruppe zum Dank für ihre Arbeit ein kleines Holzkreuz, das aus einem israelischen Olivenbaum angefertigt wurde. Stelten zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement der Ehrenamtler und betonte die Wichtigkeit von karitativer Hilfe: "Unsere Gemeinde wäre ohne die Caritasgruppe nicht dieselbe, denn die Gruppe ist das Plädoyer gegen Egoismus und für die Gemeinschaft". Dabei wären besonders die zahlreichen Angebote im benachbarten Seniorenheim Alloheim vorbildlich.

Neben Geburtstags- und Krankenbesuchen sowie begleiteten Messen bieten die Mitglieder der Caritasgruppe den Rentnern vor allem immer ein offenes Ohr. Vier Mal im Jahr stehen außerdem gemeinsame Feste an, bei denen in gemütlicher Atmosphäre zusammen Kaffee und frische Waffeln verzehrt werden.

Außerhalb der Altenheime engagierten sich die Ehrenamtler in den vergangenen Monaten auch bei der Dormagener Flüchtlingshilfe. So ist die 65-jährige Helferin Monica Emmel vom großen Stellenwert der Caritas überzeugt, da "wir ältere Menschen vielseitig unterstützen und ihnen einfach mal zuhören, dann fühlen sie sich nicht so allein".

Nach der Messe ging die Feier im gegenüberliegenden Speisesaal des Alloheim-Seniorenzentrums weiter, wo seit einigen Jahren die Treffen der Gruppe stattfinden. Dort wurden die Helfer bereits von einigen Gratulanten erwartet, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Hans Sturm und Norbert Kallen, Vorsitzender des Caritasverbandes Rhein-Kreis Neuss. Beide zeigten sich begeistert von der Leistung der Ehrenamtler.

In ihrer Rede bedankte sich Gruppenleiterin Ursula Eckerth bei allen Helfern und lobte besonders "das wunderbare Miteinander und die tolle Stimmung innerhalb der Gruppe". Seit Beginn ihrer Arbeit im Jahr 1989 habe sich jedoch einiges verändert, meint die Vorsitzende. Gerade durch den demografischen Wandel gebe es immer mehr Rentner, die das Angebot in Anspruch nehmen. Was als Hobby begann, sei für sie daher mittlerweile so zeitintensiv "wie eine normale Halbtagsstelle". Das liege daran, dass die Mitgliederzahl um mehr als 30 Prozent zurückgegangen sei und sich kaum noch junge Helfer finden ließen. Trotzdem will die Gruppe ihre Arbeit auch in Zukunft fortsetzen und hofft auf neue Unterstützer.

Quelle: NGZ
 
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