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Dormagen
Immer mehr Dormagener pendeln zum Arbeitsplatz

Dormagen. Die Entwicklung geht seit Jahren in die selbe Richtung und lässt sich auch an der jüngsten statistischen Erhebung des Landes Nordrhein-Westfalen ablesen: Immer mehr Dormagener verlassen wochentags ihre Heimatstadt und pendeln zu ihrer Arbeitsstelle.

Zuletzt wurde eine Zahl von 19.399 Arbeitnehmern aus Dormagen ermittelt, die für den Job in eine andere Kommune fahren. Zum Vergleich: 2012 waren es 18.203 Pendler, 2010 sogar erst 17.553.

Die wichtigsten Ziele sind laut Landesstatistik die großen Nachbarstädte. Auf Platz eins liegt Köln, das von 5197 Pendlern angesteuert wird. Nach Neuss brechen werktags 3804 Pendler aus Dormagen auf. Platz drei in der Liste belegt die Landeshauptstadt Düsseldorf, in der 3702 Dormagener ihren Arbeitsplatz haben.

Die Westdeutsche Landesbausparkasse (LBS West) hat in diesem Zusammenhang eine eigene Befragung durchgeführt, in der es auch um soziale Bindungen und um Wohnkosten ging. Ein Ergebnis: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind bereit, für ihren Job immer weitere Wege zurückzulegen. Demnach dürfte die Arbeitsstelle nach dem nächsten Umzug im Schnitt 32 Kilometer von der Wohnung entfernt liegen, teilt Christian Schröder von der LBS-Unternehmenskommunikation mit. Das seien noch einmal fünf Kilometer mehr als bei einer Untersuchung vor fünf Jahren.

In Dormagen spielt offenbar auch die Vertrautheit der Umgebung eine wichtige Rolle. "Die Menschen in Dormagen legen viel Wert auf die soziale Bindung in ihrer Gemeinde und sind bereit, dafür große Strecken zur Arbeit zu pendeln", hat LBS-Gebietsleiter Uwe Niebuhr festgestellt. Als weiteren Grund werden die Wohnkosten vermutet, die gerade in größeren Städten mit einer hohen Dichte an Arbeitsplätzen recht hoch sind und manchen Arbeitnehmer abschrecken. Im Vergleich zu Köln und Düsseldorf etwa sind die Grundstückspreise in der Chemiestadt deutlich günstiger. Entsprechend groß ist das Interesse, sich hier niederzulassen.

(ssc)
 
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