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Dormagen
"Wasser marsch" seit 112 Jahren

In Dormagen heißt es seit 112 Jahren: "Wasser marsch"
FOTO: pixabay
Dormagen. 112 - wie der Notruf: Der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen feiert seinen speziellen "Feuerwehr-Geburtstag" mit einer großen Fahrzeug-Schau mit Turbo-Löscher beim Tag der offenen Tür am 25. September. Von Carina Wernig

Unter der Notrufnummer 112 wird bei Feuer, Unfällen und medizinischen Notfällen sofort geholfen. Seit genau so vielen Jahren, nämlich 112, sind die Mitglieder des Löschzugs Dormagen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr für die Menschen in Not da. "Daher wollen wir unseren ,Feuerwehr-Geburtstag' mit einem Begegnungsfest feiern", erklärt Löschzugführer Erik Heinen. Ein solch großes Fest wie 2004 zum 100-Jährigen gebe es dieses Mal nicht, da liege der Fokus auf den Gesprächen und den Informationen über die Feuerwehr-Einsatzwagen bei einer Fahrzeug-Schau, bei der auch der Turbo-Löscher der Werkfeuerwehr des Chemparks, der neue Wechsellader und der Einsatzleitwagen aus Delhoven präsentiert werden. Am Sonntag, 25. September, startet um 11 Uhr der "Tag der offenen Tür" unter dem Motto "112 Jahre Löschzug Dormagen-Mitte" im Feuerwehrgerätehaus Rheinfeld am Obersten Monheimer Weg 2.

Denn die Heimat der 50 Feuerwehrkräfte, 17 Ehrenabteilungs-Mitglieder und 21 Jugendfeuerwehrkräfte liegt nicht in der städtischen Mitte, sondern seit 2007 über die B 9 hinweg am Anfang von Rheinfeld. Das hat den Vorteil, dass die Brandschützer sowohl die Innenstadt und Rheinfeld, als auch Horrem schnell erreichen können. Für rund 23.000 Einwohner sind sie im Einsatz, helfen bei Bränden, Verkehrsunfällen oder anderen Gefahren. 2013 wurde eine Anlaufstelle für alle Horremer Feuerwehrleute an der Feuerwache Kieler Straße geschaffen, um von dort ausrücken zu können. Von 1935 bis 1965 waren die Horremer Feuerwehrleute an der Weilerstraße beheimatet. Nachdem das Spritzenhaus Höhenberg 1912 erweitert worden war, zog die Feuerwehr 1954 in ein in Eigenregie errichtetes Gerätehaus am Marktplatz, bevor von 1963 bis 1992 der Neubau das Domizil der Feuerwehr wurde - dort ist jetzt die Stadtbibliothek beheimatet. Nach dem Abstecher zur heutigen Hauptwache an der Kieler Straße 10 wurde 2007 der jetzige Standort in Rheinfeld bezogen.

"Wir hoffen natürlich, dass sich bei unserem 112-er-Fest neue Kameraden für unsere Arbeit interessieren", sagt Erik Heinen. Auch andere Präsentationen in der Innenstadt und der Ehrenamts-Film der Stadt helfen, weitere Feuerwehrleute zu rekrutieren. Wöchentlich bildet der Löschzug seine Mitglieder auf der Wache beim Übungsdienst und regelmäßig auf speziellen Lehrgängen aus. Neue Kräfte sollten sich für Technik, Kameradschaft und Hilfe interessieren, so Heinen: "Sie sollten Teamgeist, Hilfsbereitschaft, Wissensgier, Motivation und Sportlichkeit mitbringen." Gerade über die Jugendfeuerwehr-Arbeit sind in den vergangenen Monaten drei neue Feuerwehrleute im Löschzug heimisch geworden, ein vierter folgt noch im September. Dazu kamen sechs Seiteneinsteiger. "Das ist ein tolles Zeichen, überhaupt sind sehr viele 25-Jährige in unserem Löschzug", weist der Leiter auf ein niedriges Durchschnittsalter hin. Daher wird auch die Jugendfeuerwehr beim Tag der offenen Tür eine Übung zeigen, auch der "Fire-Trainer", ein Gerät, mit dem man auf Knopfdruck einen "Übungs-Brand" entzünden kann, um es mit "Wasser marsch" zu bekämpfen, ist am 25. September im Einsatz in Rheinfeld. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr wird ebenfalls aufspielen.

Weitere Informationen gibt die Feuerwehr über Rauchmelder für Privatwohnungen: "Ende 2016 läuft die Frist aus, da wollen wir gern drauf hinweisen", erklärt der Löschzugführer, dem die Arbeit trotz der Unplanbarkeit der Einsätze Spaß macht: "Es ist schön zu sehen, dass alle mitziehen", so Heinen, dessen Stellvertreter Stefan Patten und Stefano Siddi sind. "Wir haben ein tolles Team, das die Arbeit beim Einsatz und intern für die Kameradschaft gut unterstützt", lobt Heinen. Bei Schützen- und Heimatfesten, Martinszügen und der großen Weihnachtsbaum-Schmück-Aktion für 200 Kindergartenkinder ist der Löschzug Mitte gern aktiv.

Quelle: NGZ
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