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Serie Dormagen Und Seine Stadtteile
In Knechtsteden sind immer viele freiwillige Helfer im Einsatz

Dormagen. Sie haben einfach Spaß an der Sache. Die Ehrenamtler investieren auf dem Klostergelände und in der Basilika in Knechtsteden jede Menge Zeit in die Vorbereitung auf Advent und das Weihnachtsfest. Von Christine Sommerfeld

knechtsteden Auf dem Klostergelände riecht es nach Feuer, aus einem der Gebäude dringt das Klirren von Hammerschlägen auf Metall. Drinnen wird fleißig gearbeitet: Der Schmied Hans-Josef Hodenius (66) bringt ein rot-glühendes Werkstück auf dem Amboss in Position, dann lässt "Zuschläger" Toni Zirwes (73) den Fünf-Kilo-Hammer heruntersausen. In der alten Schlosserei trifft sich jeden Samstag eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern mit handwerklichen Kenntnissen. So entstehen eiserne Briefbeschwerer, die im Klosterladen verkauft werden, aber auch ein neuer Adventskranzständer für die Basilika. 200 Stunden haben die Männer an dem 1,25 Meter hohen schmiedeeisernen Schmuckstück gearbeitet, auf dem bereits vier Kerzen stehen - nun fehlt nur noch das Tannengrün.

Nicht nur in der Schlosserei, sondern an vielen Stellen auf dem Klostergelände und in der Basilika sind derzeit Ehrenamtler im Einsatz, die alles für die Advents- und Weihnachtszeit vorbereiten. Da werden Gestecke und Kränze angefertigt, Plätzchen gebacken und weihnachtliche Dekorationen gebastelt. All die liebevoll handgefertigten Kleinigkeiten vom Kräuterlikör bis zu Engeln, die aus alten Gotteslob-Seiten gefaltet wurden, können im Klosterladen erworben werden. "Auch der große Weihnachtsbaum für die Basilika wird in jedem Jahr von freiwilligen Helfern aufgestellt", berichtet Hermann-Josef Lenz (81). Der Vorsitzende des Fördervereins, zu dem aktuell 521 Mitglieder gehören, freut sich über das große Engagement. "Allerdings wäre es schön, wenn mehr jüngere Menschen mitmachen würden", sagt er.

Ohne das ehrenamtliche Engagement der Helfer wäre vieles hier nicht möglich", sagt auch Belinda Peters, im Kloster für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In der Basilika wird ebenfalls eifrig gebaut, schließlich muss die große Krippe in der Westapsis rechtzeitig fertig werden. Matthias Wahl (77) und Bernhard Deselaers (68) haben schon kistenweise Baumwurzeln, Moos und Zweige in eine kunstvolle Landschaft verwandelt. Die beiden Krippenbauer raten dazu, die Basilika mehrmals zu besuchen: "Wir bauen ständig um", erklärt Wahl. So wird zum ersten Advent die Verkündigungsszene dargestellt, zum zweiten Advent das Lied "Maria durch den Dornwald ging", eine Woche später dann die Herbergs-Suche. Auch in den Kunst-Unterricht des Norbert-Gymnasiums wird der Krippenbau in jedem Jahr einbezogen, die Schüler steuern jeweils ein aktuelles Thema bei. Im Vorjahr ging es um Flüchtlinge, dieses Mal um "500 Jahre Reformation".

Quelle: NGZ
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