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Dormagen
In Sekundarschule werden 5,2 Millionen Euro verbaut

Dormagen: In Sekundarschule werden 5,2 Millionen Euro verbaut
Sie gehen schon in die Sekundarschule, in der bald heftig saniert und angebaut wird. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Der Schulausschuss stimmt für das Großprojekt mit neuem Anbau. Die Schule wird ab Sommer vierzügig. Von Anneli Goebels

Bettina Mazurek strahlt. Freude und Erleichterung sind ihr gut anzusehen. Am Dienstagabend konnte die Schulleiterin der Sekundarschule das klare Abstimmungsergebnis im Schulausschuss miterleben, ebenso wie einige Kollegen und Elternvertreter. Langwierige Planungen zwischen Schulverwaltung, Eigenbetrieb und Schulleitung waren dem Konzept, das den Schulpolitikern präsentiert wurde, vorausgegangen.

Letztlich gab es zwei Alternativen für die Investition in den Schultrakt an der Bahnhofstraße. Abgesegnet wurde die um 420.000 Euro teurere, die zusätzlich den Ausbau des zweiten Obergeschosses im geplanten Anbau vorsieht. 5,164 Millionen Euro werden dort in den nächsten Jahren ausgegeben - so viel wie für keine andere Schule im Stadtgebiet. Darin herrschte bei den Schulpolitikern große Einigkeit. Auch die Sozialdemokraten, die anfangs noch von einer eventuellen Umwandlung der Schule in eine Gesamtschule gesprochen hatten, unterstützen die Sekundarschule vorbehaltlos. Und das, obwohl die neue Schulform seit ihrem Start 2014 immer zu wenig Erst-Anmeldungen hatte, zuletzt 29 für das Schuljahr 2016/17. Dass die Akzeptanz der Schule wächst, davon sind Bettina Mazurek und ihre Stellvertreterin Andrea Leven fest überzeugt. "Der Typus Sekundarschule ist immer noch neu", erklärt Mazurek den noch fehlenden Zuspruch. Außerdem sei es ein "Handicap", dass die Schule auf dem Gelände der auslaufenden Hermann-Gmeiner-Hauptschule sei. Dadurch habe sich in vielen Köpfen festgesetzt, dass sie die Fortführung der Hauptschule sei oder gar ein Zusammenschluss der Haupt- mit der ebenfalls auslaufenden Realschule am Sportpark.

"Dabei arbeiten wir nach den Lehrplänen der Gesamtschule", so Andrea Leven. "Zehn Jahre", ist sich Mazurek sicher, "braucht eine neue Schulform, bis sie sich etabliert hat." Bis dahin ist die Schule längst "rundum erneuert". Die energetische Sanierung startet noch in diesem Jahr. Wenn alles klappt, soll bis zum Schuljahr 2018/19 alles fertig sein - für die Schule der "Wertschätzung, Vielfalt, Lernkultur und Inklusion", wie Mazurek betont

Irritationen hatte es im Schulausschuss kurz wegen der Kosten gegeben. Denn noch im Frühjahr, so Carola Westerheide (CDU), sei von 2,3 Millionen Euro die Rede gewesen. Das konnte Renate Dixon, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, erklären: "Damals sind wir noch von der Dreizügigkeit der Schule ausgegangen." Vierzügig ist die Sekundarschule übrigens in allen drei Jahrgangsstufen (5 bis 7) schon jetzt - allerdings mit Sondergenehmigung der Bezirksregierung. Doch nun soll es offiziell werden. Gebraucht werden die Plätze allemal - für diejenigen Schüler, die mit Hauptschulempfehlung keinen Platz an der Gesamtschule erhalten haben und die, die nach den Klassen 5 oder 6 in Realschule oder Gymnasium "abgeschult" werden. Denn eine andere Schule außer der Sekundarschule steht für sie in Dormagen nicht mehr zur Verfügung.

Quelle: NGZ
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