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Dormagen
In Stadtmitte und in Delhoven steigt Zahl der Einbrüche an

Dormagen: In Stadtmitte und in Delhoven steigt Zahl der Einbrüche an
Michael Meyer, Leiter der Polizeiwache. FOTO: Linda Hammer
Dormagen. Michael Meyer sagte es ohne Umschweife: "Das Thema Diebstahl ist in Dormagen zu einem Problem geworden", so der Leiter der Polizeiwache. Im vergangenen Jahr wurden 1889 Delikte bekannt, das sind im Vergleich zum Vorjahr 243 Taten mehr. Aufgeklärt wurden davon 17,4 Prozent.

Emotional bewegt die Menschen am stärksten, wenn in ihre Wohnung eingebrochen worden ist. Das weiß auch Meyer, der in diesem Bereich insofern eine positive Entwicklung sieht, weil 44 Prozent der Taten im Versuch stecken geblieben sind. Ein Ergebnis von besserer Sicherung der Wohnungen bzw. von der Tatsache, dass Täter abgelenkt wurden und so aufgaben. Zehn Prozent oder 23 Fälle wurden 2015 weniger registriert im Vergleich zum Vorjahr. Der Dormagener Polizeichef sprach vor Politikern des Hauptausschusses über das Zahlenwerk für die Stadt. Bei den Wohnungseinbrüchen gibt es bei den Orten starke Unterschiede.

Die stärkste Zunahme von zehn auf 21 Einbrüche wurde in 2015 in Delhoven festgestellt (plus 110 Prozent). In der Stadtmitte waren es 32 Einbrüche (ein Plus von 32 Prozent). In Hackenbroich war die Zahl mit 32 Einbrüchen genau so hoch (plus 26 Prozent). Stark rückläufig waren sie in Rheinfeld (minus 61 Prozent auf 23 Einbrüche), in Straberg um 50 Prozent auf fünf Einbrüche oder in Zons mit minus 35 Prozent auf elf Einbrüche. Meyers Fazit: "Prävention hilft."

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 184 auf 4384 Delikte gestiegen. Die Aufklärungsquote sank um 0,6 Prozentpunkte auf 49,2. Laut Meyer haben diese Zahlen nichts mit Flüchtlingen oder Migranten zu tun. "Diese Zahlen werden erst ab 1. Januar erhoben."

Auf Nachfrage sagte er, dass es in Dormagen mit Blick auf die Kriminalitätsstatistik keine besonderen Angsträume gebe.

(schum)
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