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Dormagen
Initiative gegen Konverter kritisiert Bürgermeistertrio

Dormagen: Initiative gegen Konverter kritisiert Bürgermeistertrio
FOTO: Ulli Dackweiler Fotograf ud@dwi.de
Dormagen. Die Meerbuscher Bürgerinitiative gegen den Bau des Konverters in Osterath kritisiert den neuen Vorstoß der Bürgermeister von Rommerskirchen, Grevenbroich und Dormagen, bei einer Entscheidung gegen die Kaarster "Dreiecksfläche" alle Standorte neu zu bewerten. "Die Bürgermeister handeln nach dem St.-Florians-Prinzip", sagte gestern Norma Köser-Voitz, Sprecherin der Initiative. Sie lesen aus dem Brief der drei Bürgermeister an Rainer Thiel, dass sie Osterath bei der Standortwahl für den Stromkonverter erneut priorisieren wollen. "Drei Herren mit SPD-Parteibuch wenden sich an einen SPD-Regionalratsvertreter, mich wundert da nichts", sagt CDU-Ratsfrau Köser-Voitz. Sie verweist darauf, dass alle Bürgermeister im Rhein-Kreis dem Kriterienkatalog zugestimmt hatten, nach dem der Abstand zur Wohnbebauung bei der Standortsuche einzubeziehen sei. "Wir haben nie mit dem Finger auf andere Standorte gezeigt. Ich finde es bedauerlich, dass die drei Herren dies genau jetzt praktizieren."

Die Bürgermeister Erik Lierenfeld, Klaus Krützen und Martin Mertens hatten in einem Schreiben an Thiel, mit Verweis auf neue Verwaltungsvorschriften und ein Rechtsgutachten, gefordert: Wenn Kaarst nicht verwirklicht werde, dürfe Gohr nicht automatisch Nachrücker sein, sondern alle Standorte müssten neu bewertet werden. Mertens gestern auf Facebook: "Es gibt eine klare Aussage, nach der Kaarst der beste Standort ist - und der mit dem größtmöglichen Abstand von der Bevölkerung. Warum sollen die Menschen in Rommerskirchen und Dormagen darunter leiden, dass die Kaarster eine Fläche, die zwischen Autobahn und Bahnstrecke liegt, nicht umwidmen wollen?"

(Sep/cw-)
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