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Dormagen
Integrationsfest bringt Kulturen in Kontakt

Dormagen: Integrationsfest bringt Kulturen in Kontakt
Lieder, vorgetragen in traditioneller Tracht, waren ebenso Bestandteil des Integrationsfestes wie Tanz und ein Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten. Zum Rahmenprogramm gehörte außerdem ein Fußballturnier, an dem sich zwei Teams mit Flüchtlingen beteiligten. FOTO: ATI
Dormagen. Zum zehnten Mal veranstaltete der Integrationsrat der Stadt Dormagen ein Sommerfest mit vielfältigen Speisen und einem bunten Programm. Von Vera Straub-Roeben

Menschen zusammenbringen, Gespräche und Begegnungen ermöglichen, das Verständnis füreinander fördern und dadurch das Vertrauen wachsen lassen - das sind die Ziele, die der Integrationsrat um seinen Vorsitzenden Mehmet Güneysu mit dem Integrationsfest erreichen will. Heute noch genauso wie vor zehn Jahren, als es zum ersten Mal stattfand.

Bürgermeister Erik Lierenfeld hat die Entwicklung beobachtet: Er war der erste Moderator des Festes und übernahm in diesem Jahr die Schirmherrschaft. "Integration geschieht nicht von heute auf morgen und kostet viel Geld. Sie ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Dabei ist das Thema in der Gesellschaft gerade aktuell und virulent. Nur wenn wir gegenseitiges Verständnis aufbringen und das Vertrauen wachsen kann, dann ist die Integration erfolgreich." Dass dieses Ziel schon ein gutes Stück weit erreicht worden ist, zeigte das Treiben auf dem Gelände des Sportplatzes am Rudolf-Harbig-Weg: Menschen verschiedener Nationalitäten saßen zusammen, probierten die vielfältigen und köstlichen Speisen und genossen das Bühnenprogramm, moderiert von Aybike Ayvaz und Michael Dries.

Unter anderem bot das Städtische Familienzentrum Rappelkiste eine unterhaltsame musikalische Einlage zum Mitsingen und Mitklatschen. Auch die Christoph-Rensing-Schule sorgte mit Musik und Tanz für Stimmung. Nach der aktionsreichen Darbietung des TSV mit Demofechten trat der Integrationsratsvorsitzende Mehmet Güneysu auf die Bühne, um die zahlreichen Besucher zu begrüßen. Er bedankte sich bei den Menschen, die das Gelingen des Festes aktiv unterstützt haben. "Es ist ein Fest von uns für uns, das wir gemeinsam organisieren und das über Jahre hält", sagte er. "Gerade im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation ist das Integrationsfest mehr als angebracht: Die Menschen sollen den Rahmen nutzen, um sich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Und wir sind froh darüber, dass so viele Multiplikatoren - Vereine, Kindertagesstätten oder Schulen - mitmachen und dass die Stadt Dormagen uns unterstützt."

Güneysu sehe an sich selbst, wie wichtig es ist, sich zu integrieren und von den verschiedenen Kulturen auch zu lernen: "Ich bin 1979 nach Deutschland gekommen und habe schnell gemerkt, dass es sinnvoll ist, sich zum Beispiel die deutsche Pünktlichkeit anzueignen. Wenn alle voneinander lernen, haben wir eine Gesellschaft, mit der man sich identifizieren kann."

Gemeinsam genossen die Besucher das zehnte Integrationsfest - immer mit schönstem Sommerwetter - mit dem bunten Programm: Neben Musik und Tanz stand das Fußballturnier, bei dem auch zwei Mannschaften mit Flüchtlingen antraten - von JUMA, der Unterkunft für Kinder und Jugendliche ohne Begleitung, und dem Café Grenzenlos als erste Begegnungsstätte für Flüchtlinge - im Mittelpunkt. Und natürlich auch: Gespräche führen und vielleicht sogar Freundschaften knüpfen.

Quelle: NGZ
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