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Serie Dormagens Familienzentren
International geht es in der Kita "Zur Heiligen Familie" zu

Dormagen. Horrem Wichtig ist das, was die Eltern wollen. Heißt: Die Angebote im Familienzentrum "Zur Heiligen Familie" werden nach den Anregungen der Eltern gern aufgegriffen. "Wir sind für jeden Vorschlag offen und versuchen, ihn umzusetzen", sagt Jolanta Plaz. Die 38-Jährige ist seit Mai die neue Leiterin der Kita an der Knechtstedener Straße. Nach dreijähriger Elternzeit ist die Mutter von zwei Töchtern wieder Vollzeit in ihren Beruf eingestiegen, und das gleich in einem neuen Umfeld - "vom Wald ins Haus", wie sie sagt und lacht. Denn vorher war die Diplom-Pädagogin Leiterin des Waldkindergartens in Rosellerheide. In Horrem ist sie aufgewachsen, kennt sich also dort bestens aus. Von Anneli Goebels

100 Kinder besuchen das Familienzentrum, das gleichzeitig ein katholisches Familienzentrum ist, davon sind 22 unter drei Jahre. Regelmäßig gut besucht ist das pädagogisch begleitete Elterncafé, in dem Vorträge, aber auch Bastelaktionen auf dem Programm stehen. Einmal pro Woche kommt eine Logopädin des sprachtherapeutischen Dienstes des Rhein-Kreises in die Einrichtung.

Weitere Kooperationen bestehen mit dem Familienforum Edith Stein, dem Chorhaus St. Michael sowie dem TSV Bayer Dormagen. "Unser 'Wackelzahn-Chor' übt zwei Mal in der Woche mit dem Chorhaus, der TSV bietet ebenfalls zwei Mal pro Woche eine Motorikgruppe an", sagt Ilona Lenz, die stellvertretende Kita-Leiterin. Aktionen mit dem Seniorenzentrum Markuskirche, wie zum Martinsfest oder an Karneval, gehören ebenso zum Alltag der Kinder wie Familienfeste. Bei denen wird besonders Wert auf Internationalität gelegt. Das bezieht sich nicht nur auf das angebotene Essen, sondern auch auf die Spiele.

Regelmäßig sind außerdem angehende Physiotherapeuten einer Fachschule aus Leverkusen vor Ort. Neben dem Café gibt es abends für die Eltern Kurse, wie Zumba oder zur Entspannung. "Und sehr beliebt ist bei uns die Spielgruppe, die Entdeckerkäfer, für Eltern mit Kindern, die eben noch nicht in eine Kita gehen", sagt Plaz. Nur eins macht der Leiterin ein wenig Sorge, und das ist der Mangel an Fachkräften. "Die fehlen wirklich sehr. Es wird immer schwieriger, geeignete Mitarbeiter zu finden", sagt sie - und steht mit dieser Meinung nicht allein da.

Quelle: NGZ
 
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