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Dormagen
"Jecke Wiever von Ückerath" begeistern

Dormagen: "Jecke Wiever von Ückerath" begeistern
Spaß auf der Bühne hatten die "Ückerather Schwaadlappe" bei ihren vier Aufführungen der "jecke Wiever von Ückerath" (v.l.): Peter Pollok, Nicole von Zons, Anna Schiefer, Anita Hoffmann, Angelika Lauer-Hoffmann, Manfred Fiedler sowie Peter Kuhl und Christina Fiedler auf dem Balkon. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Mit viel Spielfreude, Klamauk und witzigen Einfällen bescherte die Mundarttheatergruppe "Ückerather Schwaadlappe" den knapp 800 Zuschauern bei vier Aufführungen bei "Manes am Bösch" eine unterhaltsame Zeit. Von Carina Wernig

Herrlich verrückt, spitzzüngig, mit viel Sinn für den richtigen komischen Moment und voller Spielfreude - so präsentierten sich die "Ückerather Schwaadlappe" gleich vier Mal ihrem Publikum im ausverkauften Saal von "Manes am Bösch". 15 Darsteller standen im großartig von Herbert Schiefer entworfenen und gebauten Bühnenbild eines Dorfplatzes, wo das Lustspiel "De jecke Wiever von Ückerath" seinen witzigen Verlauf nahm. Und alle 15 Frauen und Männer konnten dabei glänzen. Zurecht feierten die Zuschauer die Laien-Schauspieler und die Crew hinter den Kulissen mit lang anhaltendem Applaus.

Auf den Leib geschrieben hatten die klamaukige Komödie "völlig frei nach William Shakespeare" den "Schwaadlappe" die Theatermacher Sabine Misiorny und Tom Müller vom Kammertheater Dormagen. Die Autoren, Regisseure und Schauspieler haben dabei die ihnen meistens bereits von der vorigen Inszenierung von 2013 gut bekannten Laien-Darsteller hervorragend in Szene gesetzt. Dabei waren die Irrungen und Wirrungen ebenso amüsant zu beobachten, wie die Figuren selbst.

"Es waren wunderbare Vorstellungen", zieht Schwaadlappe-Initiator und Vorsitzender Manfred Fiedler ein positives Fazit nach dem letzten der vier Auftritte innerhalb von drei Tagen. "Wir sind sehr glücklich darüber, wie toll die Schwaadlappe unsere Ideen umgesetzt haben", sagt Sabine Misiorny. "Es hat viel Spaß gemacht", ergänzt Tom Müller. Ob es beim nächsten Stück, das für 2017 angegangen wird, wieder zwei Vorstellungen an einem (Sonn-)Tag gibt, ist allerdings fraglich. Denn diese Auftritte innerhalb weniger Stunden schlauchten das Theater-Team schon sehr.

Davon war allerdings auf dem malerischen Bühnen-Dorfplatz vor der Kneipe "Zur Waidmannsruh" für die Zuschauer nichts zu merken. Dort trafen sich nicht nur die drei titelgebenden "Wiever" - wunderbar verrückt und mit Löckchen-Perücken: Klara Korn (Anna Schiefer), Wilma Bier (Angelika Lauer-Hoffmann) und Maria Cron (Anita Hoffmann), die sich gern mit den namensgebenden Getränke mehr als nur die Lippen befeuchteten. In helle Aufregung versetzte das Dorf Ückerath die Ankunft des stark lispelnden Grafen Grabowski (Manfred Fiedler) und seines schüchternen Knappe Roman (Peter Kuhl) auf Steckenpferden. Sie suchten das "leckerste Määdsche", was auch die Wirtin Anna (mitreißend: Nicole von Zons) und ihr Mann Manes (witziger Kontrast durch Ruhrpoot-Dialekt: Peter Pollok) verhindern wollten. Auch die singende Gemüsefrau Doll (Uschi Gross) und ihre nur im Chor sprechenden Söhne Pick (Martin Pesch) und Pack (Florian Deuster) sowie der Musikus (Peter Gross) sorgten für Stimmung, die Lotte Flott, die Klatschtante (Josie Hinsen-Busch), noch anheizte. Kein Wunder, dass die Verwicklungen um Julia (Christina Fiedler) immer verworrener wurden, bis ihre Mutter Cäcilia (Erika Jansen) und auch die strenge Lehrerin Fräulein Klug (Claudia Hofheinz, die kurzfristig für Christel Ulrich einsprang), zum guten Ende zusammenkamen. Ein höchst vergnüglicher Spaß.

Quelle: NGZ
 
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