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Dormagen
Jubiläumsprogramm zum Festival Alte Musik

Dormagen: Jubiläumsprogramm zum Festival Alte Musik
Leiter Hermann Max (l.) und Geschäftsführer Michael Rathmann präsentieren die neuen Flyer für das "Festival Alte Musik" im September. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Das Motto der hochkarätigen Konzertreihe lautet zum 25-Jährigen "Feste feiern". Kooperationen mit Dormagener Schulen geplant. Von Carina Wernig

Die Vorfreude ist spürbar: "Das wird etwas ganz Besonderes", sagt Michael Rathmann angesichts des "Festivals Alte Musik" vom 17. bis 25. September. Damit meint er jedoch nicht seine Premiere als neuer Geschäftsführer des Festivals, sondern das Jubiläumsprogramm, das zum 25-Jährigen unter dem passenden Motto "Feste feiern" steht. So hat der Künstlerische Leiter Hermann Max eine besonders feierliche Konzert-Abfolge zusammengestellt. "Vor zwei- bis dreihundert Jahren haben Musiker immer anlassbezogen komponiert", erklärt Rathmann: zu Geburtstagen, Hochzeiten und kirchlichen Festen wie Allerheiligen und zur Marienverehrung. All das findet sich beim Festival, dessen Kartenvorverkauf am Montag, 2. Mai, startet.

Die Eröffnung am 17. September um 20 Uhr in der Klosterbasilika Knechtsteden dreht sich rund um Johann Sebastian Bach, dessen Gloria-Kantate ebenso zu hören sein wird wie "Der zufriedengestelle Aeolus", eine Glückwunsch-Kantate. Hermann Max wird mit Solisten, der Rheinischen Kantorei und "Das Kleine Konzert" den Auftakt bestreiten. "Die Glückwunsch-Kantate mit ihren Stürmen und gutem Ausgang ist auch eine Parallele zur Festival-Geschichte", erklärt Rathmann lachend. "Konzerte sind auch lebendige Bilder", weist Max im Flyer auch auf die begleitende Ausstellung mit Fotos aus den 25 Jahren hin. Die soll voraussichtlich ab Juni in der Dormagener Stadtbibliothek, anschließend im Neusser Kreishaus und natürlich während des Festivals Alte Musik auch im Kloster Knechtsteden zu sehen sein.

Geschäftsführer Rathmann hat Anfang des Jahres Martin Kahl abgelöst, mit dem er im Vorjahr bereits intensiv zusammen gearbeitet hatte. "Ich möchte gern die Musikvermittlung von der Grundschule bis zum Gymnasium weiter ausbauen", erklärt Rathmann. Daher beschäftigt sich das Junge Festival, das sich an Familien wendet, am 18. September mit Till Eulenspiegel. Zuvor gibt es Projekttage mit sechs Dormagener Grundschulen. Einen Tag darauf sollen "Die Tageszeiten" von Georg Philipp Telemann aufgeführt werden, in den Pausen zwischen den Tageszeiten sollen Schülerkompositionen der musikbetonten Klasse am Norbert-Gymnasium (5./6. Klasse) aufgeführt werden. "Ich freue mich sehr darauf zu hören, was die Schüler als akustischen gegenentwurf zu Telemann entwerfen", sagte der Geschäftsführer. Außerdem erarbeitet der Kunst-Leistungskurs der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule eine multimediale Darstellung. "Dabei lassen sich die 30 Schüler auf das Experiment ein, Assoziationsketten zu erschaffen, um Empfindungen zur Musik wiederzugeben", erklärt Rathmann. Mit der NGZ ist auch wieder eine Medienwerkstatt am Norbert-Gymnasium geplant. "Es ist sehr wichtig, Schüler für Alte Musik zu begeistern, sie ihnen näherzubringen und Verständnis zu wecken - genau das, was das Festival Alte Musik seit 25 Jahren macht", so Rathmann. Erstmals wird das Festival zum Abschluss auch auf der Museumsinsel Hombroich zu Gast sein.

Quelle: NGZ
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