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Dormagen
Jugendamt kooperiert mit NRW-Beschwerdestelle

Dormagen. Das Domagener Jugendamt möchte, dass seine Arbeit auch kritisch betrachtet wird. Daher hat es Anfang September offiziell eine Kooperationsvereinbarung mit der Ombudschaft der Jugendhilfe NRW, die in Wuppertal sitzt, unterzeichnet. Die, erklärt Martina Hermann-Biert vom städtischen Jugendamt, sei eine externe Beschwerdestelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Anspruch auf SGB VII-Leistungen hätten, die sich aber durch einen öffentlichen Jugendhilfeträger, wie zum Beispiel das Jugendamt, nicht ausreichend beteiligt, beraten, betreut oder beschieden fühlen.

"Ich verspreche mir davon, dass wir dadurch unsere Arbeit auch korrigieren können, also aus unseren Fehlern lernen", sagt Hermann-Biert. Zwar habe auch die Stadt Dormagen eine Beschwerdestelle, doch vielleicht, so die Jugendamtsleiterin, scheue manch einer, der sich ungerecht behandelt fühlt und beschweren möchte, zu einer weiteren städtischen Einrichtung zu gehen. Die Ombudschaft der Jugendhilfe NRW besteht seit 2011. Seitdem können dort Beschwerden eingehen - auch ohne Kooperation. "Bis jetzt hat sich über unsere Arbeit noch keiner beschwert", sagt Hermann-Biert. Durch den neuen Vertrag gibt es jetzt dort zwei Fachleute, die für Dormagen zuständig sind (Kontakt unter 0202 29536776 oder team@ombudschaft-nrw.de). Erst drei Kommunen, sagt Hermann-Biert, hätten bis jetzt solch einen Vertrag unterschrieben. Zunächst läuft er ein Jahr. Kosten entstehen der Stadt dadurch keine.

(goe)
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