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Dormagen
Jung und Alt reden über den Begriff "Heimat"

Dormagen. Im Zentrum "Die Rübe" tauschten sich 70 Jugendliche und Erwachsene aus. 23 junge Flüchtlinge diskutierten mit. Von Carina Wernig

"Heimat ist überall?!" Unter diesem Titel diskutierten gestern 70 Jugendliche und Erwachsene im Jugendzentrum "Die Rübe" darüber, was für sie Heimat bedeutet. Dabei entwickelten sich spannende Diskussionen, die nicht nur Generationen, sondern auch Nationen und Kultur übergreifend waren, wie Andreas Stefen, der Leiter der Einrichtung des Diakonischen Werkes, erklärte: "Hier kann jeder seine Meinung und Ansicht frei äußern." Für Laura (19) ist trotz aller unterschiedlichen Schwerpunkte eins klar: "Heimat ist da, wo mein Herz ist." Unter den mehr als 50 Jugendlichen waren auch 23 unbegleitete minderjährige Ausländer, die mit Hilfe von Dolmetschern am Brainstorming und der Diskussion teilnahmen.

"Gemeinsam wird über Empfindungen und Ansichten diskutiert und sich auf die wichtigsten Schlagworte für die einzelnen Gruppen geeinigt", erläuterte Stefen das Prinzip des "World Cafés", das zum fünften Mal in der Rübe in den Osterferien angeboten wurde. Begriffe wie "Wohlfühlen", "Akzeptiert und respektiert sein", "zu Hause sein" wurden dann an ein eigens dafür gestaltetes "Haus" gehängt, das dadurch die Antworten auf die vier Fragen geben konnte: Was ist Heimat? Wofür brauchst Du Heimat? Was würdest Du mitnehmen, wenn Du Dich heimisch fühlen möchtest? und: Welche Ideen haben wir, um eine gemeinsame Heimat zu entwickeln? "Dormagen soll Heimat für viele Menschen sein", betonte Stefen und verweist darauf, dass jede Woche ein Zusammentreffen der Jugendlichen aus der "Rübe" mit den jungen Flüchtlingen stattfinde: "Dialog und Kennenlernen sind der beste Weg zur Verständigung." Auf einer Facebook-Seite (Heimat ist überall) solle das Ergebnis des "World Cafés" zudem durch Beiträge aller Dormagener dazu beitragen, dass Heimat weiter wachse. Mit Heliumballons wurden die Begriffe in die Region geschickt.

Seit er acht Jahre alt ist, geht Nuri (22) in die "Rübe": "Sie ist für mich zur zweiten Familie geworden", das Team habe ihn immer unterstützt - "bei Schule, Ausbildung und Beruf". Celina (15) aus Neuss möchte mit einem Brieffreunde-Projekt ihre hilfsbereiten Freunde und Flüchtlinge zusammenbringen.

Quelle: NGZ
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