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Dormagen
Junger Nievenheimer ist 31. Stadtmeister im Schocken

Dormagen: Junger Nievenheimer ist 31. Stadtmeister im Schocken
Stadtmeisterschaften im Schocken in freundlicher Atmosphäre im Nievenheimer Pfarrsaal: Andreas Krieger (l.) tritt gegen Sven Czech (r.) an. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Der beste Würfelspieler Dormagens kommt aus Nievenheim: Markus Blum (26) setzte sich beim Georg-Neitzel-Schockturnier am Samstag gegen 59 weitere Starter durch und darf sich nun Stadtmeister im Schocken 2017 nennen. Zweitplatzierter wurde Markus Katheer vor Florian Grönewold. Beide stammen ebenso aus Nievenheim. Beste Spielerin war Sonja Koldorf, ebenfalls aus Nievenheim. Von Franziska Gräfe

"Wir veranstalten die offenen Stadtmeisterschaften seit 31 Jahren", erklärt Georg Neitzel, Mitglied des gastgebenden Schock-Vereins "Kuuz draan" und als Geschäftsmann traditionell Hauptsponsor des Turniers. Schocken ist ein in vielen Regionen Deutschlands verbreitetes Kneipen-Würfelspiel, das in der rheinischen Variante mit drei Würfeln gespielt wird. Je nach Wert der gewürfelten Augen oder nach Zahlenfolge sammeln die Spieler Strafpunkte - "zu 98 Prozent ist das Spiel also vom Glück bestimmt", sagt Kristian Zovkic (23). Sein Kumpel und Schützenkollege Marcus Hausmann (24) ergänzt, dass man "von Taktik, wie beim Pokern zum Beispiel, nicht sprechen kann".

Gespielt wurde am Samstag im Pfarrsaal von St. Pankratius, "weil wir hier die Logistik gut im Griff haben", so Neitzel. Dazu gehört die Anlieferung der Kölschfässer - schließlich ist Schocken im Ursprung ein Trinkspiel, bei dem der Verlierer die nächste Runde zahlt - ebenso wie die Verpflegung mit heißer Suppe, Schnittchen und Kuchen. Uschi Katheer ist weniger aus sportlichem Ehrgeiz angetreten: "Unter Menschen sein, Gesellschaft haben", das geht für sie vor. Ihr Aus schon in der Vorrunde tat der guten Laune keinen Abbruch.

Mitsamt dem Solinger Verein "Dürpelstube" war Würfelspielerin Petra Kierdorf ins Pfarrzentrum gekommen. Sie ist seit über zehn Jahren bei den Dormagener Stadtmeisterschaften am Start und lobt die freundliche Atmosphäre in Nievenheim. Aus Hannover, wo man mit sechs Würfeln "knobelt", stammt Nico Fehrnecke. "Ich bin noch relativ frisch in der Disziplin", lacht der junge Mann, der über seine aus Nievenheim stammende Freundin zum "Schocker" geworden ist. Der Spaß an der Geselligkeit kennzeichnet die Würfelspieler, die an zehn Tischen mit sechs Spielern in drei Runden ihren Meister ermittelten. Wer am Würfeltisch leer ausging, fand sein Glück vielleicht bei der Tombola, für die Andrea und Hans-Arnold Heier Lose unters Volk brachten.

Quelle: NGZ
 
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