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Dormagen
Kabarettist Johannes Flöck traf in Knechtsteden auf viel Verständnis

Dormagen. Mit gerade mal 48 Jahren gehört Johannes Flöck noch nicht zu den Best Agern. Aber bald. Dass sich im Laufe der Jahre jedoch einiges verändert hat, darüber sprach der Wahl-Kölner herzerfrischend ehrlich beim Forum Knechtsteden, das mit gut 200 Zuschauern nicht ausverkauft war. Doch die, die da waren - im Alter Flöcks und darüber hinaus - amüsierten sich sehr. Denn die meisten Tücken des Alters, die Flöck in seinem Programm "Neues vom Altern" sehr detailliert schilderte, waren bekannt. So zum Beispiel die Sache mit dem Licht. Das nämlich solle schmeichelhaft sein, vor allem dann, wenn man seiner Liebsten Komplimente mache. Und so bat er Leon (von der Technik-AG des Norbert-Gymnasiums) um ebensolches. Der jedoch schaltete es einfach ganz aus, ein ungeplanter, darum umso wirkungsvoller Gag, der mit viel Applaus belohnt wurde. Von Anneli Goebels

Während des knapp zweistündigen Programms erzählte Flöck aus seinem Leben, wobei eine große Rolle seine Lebensgefährtin spielte. Die hatte sein Augenmerk nämlich auf die Zeitung gelegt, die er jetzt regelmäßig konsultiere und aus der er viele nützliche Tipps ziehen könne, die Apotheken-Rundschau oder wie er sein nennt, die "Senioren-Bravo".

"Ich sehe die Welt jetzt mit anderen Augen", verkündete er den Zuschauern, um gleich zu ergänzen: "Was auch mit meiner nachlassenden Sehstärke zu tun hat." Im Alter entwickle er ganz neue Vorlieben, so die, lieber mal auf der Couch liegen zu bleiben als an die frische Luft zu gehen, denn "Draußen kann ja auch von drinnen schön sein." Oder die begeisterte Suche nach Schnäppchen. So fahre er von Tankstelle zu Tankstelle und freue sich, wenn eine den Sprit zwei Cent billiger verkaufe. "Dann belohne ich mich sofort mit einer Apfelschorle für 3,90 Euro." Auch Ratschläge gibt er jetzt nur allzu gern, denn: "Ich lerne aus den Fehlern, die die anderen machen, wenn sie sie befolgen." Alles in allem habe also das Älterwerden etwas für sich - so die Erkenntnis: "Die Jüngeren laufen zwar schneller, aber die Älteren kennen die Abkürzung." Und Flöck vergaß zum Schluss auch nicht, allen NGK-Schülern für ihren Einsatz zu danken, verbunden mit der Frage: "Macht Ihr das eigentlich freiwillig oder ist das Strafarbeit?"

Quelle: NGZ
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