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Dormagen
Kantorei Dormagen berührt die Sinne

Dormagen. Nach dem begeisternden Passions-Konzert wendet sich die Dormagener Kantorei dem nächsten Auftritt zu: Bei der ökumenischen Pfingstvesper am 16. Mai in St. Michael. Am 8. Dezember singt der Chor in der Christuskirche. Von Carina Wernig

Der lang anhaltende Beifall der Zuhörer war gerechter Lohn für einen beeindruckenden Konzertabend in der gut besuchten Klosterbasilika Knechtsteden: Die Dormagener Kantorei hat mit der Johannes-Passion von Georg Friedrich Händel, unterstützt von fünf Solisten und dem Barockorchester Concert Royal aus Köln, begeistert. "Ich bin sehr zufrieden", fiel dann auch das Fazit von Kantorin Christine Marx positiv aus, die die Gesamtleitung inne hatte. "Der Chor hat sich sehr gut auf die ungewohnte Akustik in der Basilika eingestellt."

Das Jugendwerk von Händel war hervorragend geeignet, den kraftvollen Chor in Szene zu setzen. Auf den Punkt genau brachten die Sängerinnen (36) und Sänger (zwölf) die Stimmen der Juden und Hohen Priester dar, während die Solisten in die Haupt-Rollen schlüpften: Evangelist Johannes (hervorragend: Mark Heines), Christus (klar: Achim Hoffmann), Pilatus (sich steigernd: Harald Maiers), Bass (voll tönend: Christos Pelekanos) und Sopran (ausdrucksstark: Elisa Rabanus). Das Wechselspiel der Stimmen berührte die Zuschauer sehr - zusammen mit dem Chorgesang und den historischen Instrumenten machte es das Konzert zu einem bewegenden Erlebnis am Karfreitag.

Nach Ostern ist für die 48 Sänger wieder vor Weihnachten, wie die Leiterin der Dormagener Kantorei, Christine Marx, erläutert: "Unser nächstes großes Projekt ist das Konzert mit festlicher Musik mit Werken von Buxtehude, Vivaldi und anderen am 8. Dezember." Das findet dann in der Christuskirche statt, wo sich der Chor mittwochs von 19.45 bis 22 Uhr zur Probe im Foyer trifft - weitere Sänger sind willkommen.

Die nächste Probe ist nach einer kleinen Pause nun am 13. April. Da geht es jedoch zunächst um die ökumenische Pfingstvesper am 15. Mai um 18 Uhr in St. Michael. "Ich habe mit meinem Kollegen Horst Herbertz über das Programm gesprochen, jetzt müssen wir es nur noch üben", sagt Christine Marx, der dieses Gemeinschaftskonzert "sehr viel Spaß" bereitet. Seit Januar hat die Dormagener Kantorei die Johannes-Passion geprobt, mit dem Orchester und den Solisten hat es aber nur eine gemeinsame Generalprobe gegeben, die dann gleich von 13 bis 21 Uhr gedauert hat. "Ich bin Karla Schröter sehr dankbar, dass sie immer das passende Ensemble für uns zusammenstellt", erläutert die Kantorin, die seit genau zwei Jahren an der Christuskirche wirkt.

Neben der Mitgestaltung von Gottesdiensten und Konzerten steht für die Dormagener Kantorei vom 17. bis 19. Juni eine Chorreise nach Paderborn an, bei der sie auf Domorganist Tobias Aehlig trifft, der ein Jahr später Gast in Dormagen bei einem "Reihe 8"-Konzert sein wird. In dieser Reihe tritt auch die Dormagener Kantorei auf. Fände das Konzert im November statt, wäre es eher ein Requiem - und damit nach der Passion ein weiteres eher schwermütigeres Werk. "Da ist es abwechslungsreicher, mit dem Chor am 8. Dezember adventliche Werke singen zu können", sagt Marx.

Quelle: NGZ
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